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In Deutschland kommt die Frauenquote

Grosse deutsche Unternehmen sollen künftig bestraft werden, wenn sie zu wenige Frauen im Aufsichtsrat haben.

«Die Quote kommt»: Die deutsche Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD).
«Die Quote kommt»: Die deutsche Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD).
Keystone

Nach jahrelanger zäher Debatte hat der Bundestag das Gesetz zur Frauenquote verabschiedet. Für die Vorlage der Regierung stimmten die Fraktionen von Union und SPD, Grüne und Linkspartei enthielten sich. «Zwei Tage vor dem internationalen Frauentag machen wir in Deutschland einen historischen Schritt für die Gleichberechtigung für Frauen: Die Quote kommt», sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vor der Abstimmung.

Die Vorgabe betrifft konkret 108 Grossunternehmen mit Börsennotierung und voller Mitbestimmung, die den Frauenanteil in ihren Aufsichtsräten ab 2016 sukzessive auf 30 Prozent aufstocken müssen. Findet ein solches Unternehmen für einen frei werdenden Posten im Aufsichtsrat keine Frau, bleibt der Stuhl zur Strafe unbesetzt.

«Dort präsent sein, wo entschieden wird»

Mittelgrosse Unternehmen müssen flexible eigene Zielvorgaben für die Postenvergabe an Frauen in Spitzenpositionen aufstellen und veröffentlichen. Auch öffentliche Unternehmen müssen ab 2016 eine Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten einhalten.

«Frauen müssen dort, wo über Lohn und Arbeitsbedingungen entschieden wird, präsent sein», sie müssten an der Spitze der Unternehmen stehen, sagte Schwesig. Das Gesetz werde sich nicht nur auf die Führungsetagen grosser Unternehmen auswirken, sondern «ganz konkret vor Ort für die Frauen» Wirkung zeigen, betonte die Ministerin mit Verweis auf «Millionen von Frauen», die in den grossen Unternehmen mit der festen Quote und in den mittleren Unternehmen arbeiten.

AFP/fko

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