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In Genf sprudelt das Öl

Die Schweizer Stadt läuft beim Ölhandel London den Rang ab. Bereits heute läuft ein Drittel aller weltweiten Erdöl-Transaktionen über Genf.

Attraktiv für Ölhändler: Die Stadt Genf.
Attraktiv für Ölhändler: Die Stadt Genf.
Keystone

Die Handelsaktivitäten in Genf verstärken sich. Der Sektor legt seit 2006 jährlich um 5 Prozent zu, wie eine Sprecherin der Branchenorganisation GTSA (Association genevoise du négoce et de l'affrètement) erklärte. Besonders beim Rohölhandel gibt es eine Bewegung von London nach Genf.

GTSA-Sprecherin Gwénaëlle Hildebrand bestätigte damit am Mittwoch einen Bericht der «Financial Times» vom Vortag. Gemäss dem Wirtschaftsblatt transferiert die Ölhandelsfirma Trafigura einen Viertel ihrer Angestellten, etwa 80, von London nach Genf. Konkurrent Vitol will mit 25 der 200 Angestellten an die Rhone ziehen.

Über Zuzüge hat die Organisation keinen Überblick. Die von der «Financial Times» genannten Firmen könnten aber durchaus einen Trend aufzeigen, schätzte Hildebrand. Ein Drittel aller weltweiten Erdöl- Transaktionen laufe derzeit über Genf, das seien rund 700 Millionen Tonnen im Jahr.

Mehr als 8000 Beschäftigte

Rund 8000 Beschäftigte sind bei den Handelsaktivitäten im Genferseeraum angestellt, mehr als 6000 davon in Genf. Gemäss Hildebrand liegt die Anziehungskraft der Region für diese Aktivitäten in den vorhandenen Kompetenzen, dem Arbeitskräftereservoir, guten Infrastrukturen und nicht zuletzt günstigen Steuerbedingungen.

Die Finanzindustrie in London beklagt sich über immer strengere Regulierungen und steigende Steuern im Königreich.

SDA/jak

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