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Internetgeld ist beständig wie Tulpen

Welcher Mensch bei klarem Verstand würde schon sein gesamtes Erspartes in eine Blumenknolle investieren? Die erste Spekulationsblase der Geschichte ähnelt dem Fall Bitcoin. Ein Kommentar.

Stellen Sie sich vor, ein Freund empfiehlt Ihnen eine Investition. Es handelt sich um ein knappes Gut, das sich stark wachsender Beliebtheit erfreut. Es signalisiert Status und Vermögen und war gestern so viel wert wie ein Scheffel Weizen – aber schon morgen könnte jemand vier fette Ochsen dafür bieten. In diesem Fall leben Sie um das Jahr 1635 irgendwo in den Niederlanden – und werden gerade Opfer der damals grassierenden Tulpenmanie.

Der Boom und anschliessende Crash der Tulpenzwiebeln ist eine der ersten dokumentierten Spekulationsblasen der Geschichte. Und er zeigt, wie irrational wir funktionieren. Welcher Mensch bei klarem Verstand würde schon sein gesamtes Erspartes in eine Blumenknolle investieren? Sie könnte nicht nur gestohlen und zerstört werden, sondern auch von Fäulnis oder Schädlingen befallen.

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