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Interview artet aus – hier geriet Fox an den Falschen

Rutger Bregman las den Reichen am WEF die Leviten. Fox bat ihn später zum Gespräch. Es kam anders als erwartet.

So richtig bekannt wurde der niederländische Historiker Rutger Bregman mit einer Wutrede am WEF in Davos. Dabei rechnete er mit den Millionären der Welt ab, die in seinen Augen nicht genügend Steuern zahlen.

Bregmans Auftritt am WEF

Sein Panel-Auftritt machte ihn so bekannt, dass er darauf mehrere Interviewanfragen erhielt. Unter anderem wollte auch der TV-Sender Fox, der Lieblingskanal von US-Präsident Donald Trump, mit ihm sprechen. Ein Interview mit dem bekannten Moderator Tucker Carlson kam zustande, ausgestrahlt wurde es aber nicht – zumindest nicht über Fox.

Warum das Stück nicht auf den Sender ging, das zeigt nun ein Mitschnitt, den Bregman veröffentlichte. Zuerst lobt Fox-Mann Carlson die WEF-Rede von Bregman als «vielleicht den grossen Moment der Davos-Geschichte». Doch der Historiker lässt sich nicht umgarnen und gibt sich angriffig: «Die meisten Leute in Davos, aber auch hier auf diesem Kanal, sind von der Milliardärsklasse gekauft worden.»

Später kommt der Niederländer auf die Familie von Rupert Murdoch zu sprechen, dem auch Fox gehört. «Was die Murdochs wirklich wollen, ist, Einwanderern die Schuld zu geben, statt über Steuervermeidung zu sprechen.» Bregman spricht später auch die Mitgliedschaft Carlsons bei der konservativen Denkfabrik Cato Institute an, die von Milliardären mitfinanziert wird. «Du hast ihr schmutziges Geld genommen», sagt der Historiker. «Du bist ein Millionär, der von Milliardären finanziert wird.»

Und damit nicht genug: Es sei ja gut, dass der Fox-Moderator über Steuern sprechen wolle, «aber Sie sind nicht Teil der Lösung, Herr Carlson, Sie sind tatsächlich Teil des Problems».

Das war dann zu viel. «Warum fickst du dich nicht selbst?», richtet sich Carlson gegen seinen Interviewgast. Bregman sei «ein Idiot», so der Fox-Mann. Dieser antwortet trocken: «Du kannst mit der Kritik nicht umgehen, oder?»

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