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Island erhöht Leitzins um sechs Prozent

Im Kampf um eine Stabilisierung der Krone hat die isländische Zentralbank den Leitzins auf 18 Prozent erhöht.

Damit hob die Sedlabanki ihren wichtigsten Zinssatz gleich um sechs Prozentpunkte an. Der Inselstaat im Nordatlantik steht wegen der Finanzkrise vor dem Bankrott und hat beim Internationalen Währungsfonds, bei seinen nordischen Nachbarn und Russland um finanzielle Hilfen gebeten.

Weitere vier Milliarden Doller nötig

Island benötigt nach Angaben von Ministerpräsident Geir Haarde insgesamt rund sechs Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro), um sich von der Finanzmarktkrise zu erholen. Zusätzlich zu dem Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von zwei Milliarden Dollar brauche das Land weitere vier Milliarden Dollar, sagte Haarde der Nachrichtenagentur AP in Helsinki. Die IWF-Finanzierungslinie an das vom Staatsbankrott bedrohte Island ist der erste Kredit an ein westliches Land seit 1976.

Island ist im Sog der weltweiten Finanzkrise an den Rand des Zusammenbruchs geschlittert. Die isländische Krone hat seit Januar die Hälfte ihres Werts verloren, die drei grössten Banken gingen bankrott und wurden vom Staat übernommen. Die Institute hatten mit Summen spekuliert, die die Wirtschaftsleistung des 320'000 Einwohner zählenden Inselstaats um ein Vielfaches überstiegen.

sda/ap/vin

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