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IWF sieht europäische Banken in Gefahr

Die Zweifel an der Stabilität europäischer Banken wachsen. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds könnten den Instituten wegen der Schuldenkrise bis zu 200 Milliarden Euro an Kapital fehlen.

Zweifel an der Stabilität von Europas Banken: Gewitterwolken hängen über der Skyline von Frankfurt.
Zweifel an der Stabilität von Europas Banken: Gewitterwolken hängen über der Skyline von Frankfurt.
Keystone

Nach Informationen der «Financial Times» kommt der IWF in einem Entwurf für seinen Finanzstabilitätsreport zu dem Schluss, dass das Eigenkapital der Banken um 200 Milliarden Euro niedriger wäre, wenn sie ihre Anleihen aus den Krisenstaaten zu Marktpreisen bewerteten.

Politiker und Bankenvertreter wiesen dies zurück. In der Vergangenheit hatten bereits die Forderung von IWF-Chefin Christine Lagarde, die europäischen Staaten sollten die Banken rekapitalisieren, und ein Vorstoss der Bankenaufsicht EBA für Unruhe gesorgt.

Einschätzung verfälscht?

Die Ökonomen nutzten für ihre Schätzungen demnach Kreditausfallversicherungen auf Anleihen der Euro-Schuldenstaaten, um den Wert der Papiere zu Marktpreisen zu schätzen.

«Die IWF-Einschätzung ist verfälscht», sagte Spaniens Finanzministerin Elena Salgado dem Blatt. Sie wies darauf hin, dass der IWF im Finanzstabilitätsbericht von Oktober 2009 den Abschreibungsbedarf europäischer Banken überschätzt habe und ihn um ein Viertel senken musste.

Der Bundesverband deutscher Banken betonte, die Institute bräuchten im Moment kein frisches Geld. «Ich kann nicht erkennen, dass in den Banken neue Risiken schlummern», sagte BdB-Hauptgeschäftsführer Michael Kemmer der Online-Ausgabe der «Welt».

SDA/bru

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