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«Jetzt müssen die besten Leute in die USA»

Nach dem Fall UBS droht dem Finanzplatz aus den USA noch grösserer Schaden. Der Schweiz bleibt nur noch wenig Raum, ihn abzuwenden.

Vor über zwei Jahren standen sich die USA und die Schweiz bereits einmal gegenüber, damals im Fall UBS: Die US-Justizbehörden warfen der UBS vor, Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben.
Vor über zwei Jahren standen sich die USA und die Schweiz bereits einmal gegenüber, damals im Fall UBS: Die US-Justizbehörden warfen der UBS vor, Beihilfe zur Steuerhinterziehung geleistet zu haben.
Keystone
Der Streit endete im August 2009 mit einem Staatsvertrag zwischen der Schweiz und den USA. Die Schweiz erklärte sich bereit, die Daten von 4450 US-Kunden herauszugeben. Dafür verzichteten die USA auf ein Strafverfahren. (Bild: Der amerikanische Justizminister Eric Holden und der damalige Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.)
Der Streit endete im August 2009 mit einem Staatsvertrag zwischen der Schweiz und den USA. Die Schweiz erklärte sich bereit, die Daten von 4450 US-Kunden herauszugeben. Dafür verzichteten die USA auf ein Strafverfahren. (Bild: Der amerikanische Justizminister Eric Holden und der damalige Bundespräsident Hans-Rudolf Merz.)
Keystone
Im Vergleich der UBS mit der US-Justiz nicht enthalten sind allfällige zivilrechtliche Ansprüche. Prompt erfolgt eine entsprechende Klage der US-Steuerbehörden auf die Herausgabe von weiteren Kundendaten. Zum neuen Jäger der UBS wird der oberste Steuereintreiber der USA, Douglas Shulman.
Im Vergleich der UBS mit der US-Justiz nicht enthalten sind allfällige zivilrechtliche Ansprüche. Prompt erfolgt eine entsprechende Klage der US-Steuerbehörden auf die Herausgabe von weiteren Kundendaten. Zum neuen Jäger der UBS wird der oberste Steuereintreiber der USA, Douglas Shulman.
Keystone
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Die Ansage der USA ist deutlich. Entweder die Schweizer Banken liefern sofort Daten von US-Kunden, die mutmasslich Steuern hinterzogen haben, oder dem Finanzplatz droht eine Klagewelle – und somit eine existenzbedrohende Gefahr für die Banken.

Bereits vor einem Monat räumten Credit Suisse und Bank Wegelin ein, dass in den USA gegen sie ermittelt werde. Auch nach dem Fall UBS ist das Grundproblem zwischen den USA und dem Schweizer Finanzplatz ungelöst: Noch immer ist nicht geklärt, wie mit den Milliarden mutmasslich unversteuerter Gelder umzugehen ist, die US-Kunden vor Jahren auf Schweizer Konten deponiert haben. «Die USA wollen jetzt Geld sehen», sagt der Zürcher Wirtschaftsanwalt Andreas Rüd.

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