Jetzt schnappen sich China-Investoren einen Grossclub

Das Reich der Mitte im europäischen Fussball: Mit Inter Mailand erhält erstmals ein Grosser im Geschäft einen Mehrheitsaktionär aus China.

Bei Inter steckt jetzt auch Geld aus China drin: Joao Miranda von Inter Mailand.

Bei Inter steckt jetzt auch Geld aus China drin: Joao Miranda von Inter Mailand. Bild: Reuters

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Der chinesische Detailhandelsriese Suning Commerce übernimmt den italienischen Fussballklub Inter Mailand. Suning bezahle für einen Anteil von knapp 69 Prozent rund 270 Millionen Euro, hiess es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung.

Der frühere Inter-Präsident Massimo Moratti wird sich Insidern zufolge auch als Eigner komplett zurückziehen, während der aktuelle Clubchef Erick Thohir einen Minderheitenanteil von 31 Prozent behalten werde.

Auch AC von Chinesen umworben

Inter Mailand, das 2010 die Champions League gewann, ist bislang der bekannteste europäische Fussballclub, der mehrheitlich in chinesische Hände übergeht. Vorgänger sind Espanyol Barcelona und Aston Villa. Minderheitsbeteiligungen halten chinesische Investoren an Manchester City und Atlético Madrid. Auch Inters Lokalrivale AC Mailand wird von Interessenten aus der Volksrepublik umworben.

Chinas Präsident Xi Jinping gilt als prominenter Fussballfan. Chinesische Konzerne planen, ihre Sportgeschäfte weltweit auszubauen - von Fussballclubs bis hin zu Fernsehsendern. (sda)

Erstellt: 06.06.2016, 11:21 Uhr

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