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Joint-Venture-Ausstieg brockt Citigroup Verluste ein

Citigroup präsentiert für das dritte Quartal einen Gewinneinbruch von 3,8 Milliarden. Schuld am schlechten Ergebnis ist der Ausstieg aus dem Broker-Joint-Venture mit dem heimischen Rivalen Morgan Stanley.

Das Nettoergebnis von Citigroup sanka uf 468 Millionen Dollar: Ein Mann steht in einer Filiale der US-Grossbank in Manhattan.
Das Nettoergebnis von Citigroup sanka uf 468 Millionen Dollar: Ein Mann steht in einer Filiale der US-Grossbank in Manhattan.
Keystone

Abschreibungen haben der US-Grossbank Citigroup im dritten Quartal trotz positiver Entwicklungen im Hypotheken- und Kapitalmarktgeschäft einen Gewinneinbruch eingebrockt. Das Nettoergebnis sank innert Jahresfrist von 3,8 Milliarden auf 468 Millionen Dollar, wie der Konzern heute mitteilte.

Hintergrund sei der im September vereinbarte Ausstieg aus einem Broker-Joint-Venture mit dem heimischen Rivalen Morgan Stanley. Wertberichtigungen des Anteils über 49 Prozent hätten mit 4,7 Milliarden Dollar zu Buche geschlagen.

Rund ein Drittel des Geschäfts abgespalten

Im operativen Geschäft ging es bergauf, auch weil der Hypothekenmarkt in den USA wieder anzieht. Bereinigt um Sonderposten stieg der Gewinn auf 3,27 (Vorjahr: 2,6) Milliarden Dollar. «Wir haben mehr Kredite ausgereicht und die operativen Einnahmen gesteigert», erklärte Vorstandschef Vikram Pandit.

Citi hatte infolge der Finanzkrise rund ein Drittel des Geschäfts abgespalten, darunter das Konsumkreditgeschäft in den USA, das hohe Wertberichtigungen nach sich gezogen hatte, weil die Kunden die Raten für Autos und andere grosse Anschaffungen nicht mehr aufbringen konnten. Diese Firmenteile - gebündelt in den «Citi Holdings», einer Art Bad Bank - will das Institut nach und nach abstossen.

Belastung angekündigt

Die Citigroup hatte ausserdem im vergangenen Monat die Vermögensverwaltung Morgan Stanley Smith Barney (MSSB) neu bewerten müssen, weil der Partner Morgan Stanley die Gemeinschaftsfirma bis zum Jahr 2015 komplett übernehmen soll.

Dabei darf die Citigroup auf 6,6 Milliarden Dollar hoffen - in den Büchern stand der Anteil an der Tochter jedoch mit 11,3 Milliarden Dollar. Das führte nach Steuern zu einem Verlust von 2,9 Milliarden Dollar. Die Belastung hatte die Citigroup bereits angekündigt.

Im Kapitalmarktgeschäft, das im Frühsommer wegen der Unsicherheit durch die Schuldenkrise fast zum Stillstand gekommen war, spürt Citigroup nach eigenem Bekunden eine zunehmende Belebung.

SDA/wid

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