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Julius Bär vermeldet Zuwachs beim verwalteten Vermögen

Die Bankengruppe Julius Bär hat im ersten Quartal die Menge der verwalteten Vermögen gesteigert. Ende April waren der Bank Gelder von 173 Milliarden Franken anvertraut, 2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Trotz des hohen Frankenkurses sind die verwalteten Vermögen der reichen Privatkunden der Bank Julius Bär in den ersten vier Monaten des Jahres gestiegen. Ende April waren dem Institut Kundengelder in der Höhe von 173 Milliarden Franken anvertraut, zwei Prozent mehr als zum Jahresende 2010.

Der Zufluss neuer Kundengelder vor allem in Osteuropa und Asien sowie die Entwicklung der Finanzmärkte haben die Differenz bewirkt, wie Julius Bär am Donnerstag mitteilte. Einen negativen Einfluss hatte hingegen der schwache Dollar, weil Julius Bär die aus aller Welt stammenden Kundengelder in Franken ausweist.

Freikauf in Deutschland

Genaue Zahlen zum Neugeldzufuss legt Julius Bär nicht vor. In den Schwellenländern sei er aber stärker angeschwollen als in Westeuropa, gab die Bank bekannt. Um die Verankerung in den Schwellenländern zu festigen, beteiligt sich das Zürcher Traditionshaus am brasilianischen Vermögensverwalter GPS mit Sitz in São Paulo, der umgerechnet etwa 4,5 Milliarden Franken verwaltet.

Auch aus Deutschland berichtet die Bank, einer der wichtigsten Vermögensverwalter in der Schweiz, über einem Zuwachs an neuem Kundengeld von den Privatkunden. Im April hatte sich Julius Bär dort für 50 Millionen Euro von einem drohenden Verfahren wegen unversteuerter Kundenvermögen freigekauft.

Aktienkurs sinkt

Durch die Frankenstärke verteuerte sich für Julius Bär der Aufwand, weil mehr Kosten als Einnahmen in Franken anfallen. In der zweiten Jahreshälfte will Julius Bär nach eigenen Angaben aber die ersten Früchte seiner Sparbemühungen ernten können.

Für die Analysten enthielt der Zwischenbericht wenig Überraschungen. Julius Bär kämpfe allerdings mit einigen schwierigen Trends im Vermögensverwaltungeschäft, schreiben beispielsweise die Experten der UBS.

An der Börse fiel der Kurs der Bär-Aktie und stand am späteren Vormittag mit 38,36 Franken um 2,8 Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch. Der SMI hatte zur gleichen Zeit 0,4 Prozent eingebüsst.

SDA/pbe/bru

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