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Credit Suisse soll Fifa-Konten offenlegen

Die USA und die Schweiz fordern Informationen von der Grossbank über Kundenverbindungen mit Personen und Unternehmen, die mit der Fifa in Beziehung stehen.

Die Bank muss den Justizbehörden Auskunft in Sachen Fifa geben: Bauarbeiter auf einem Gerüst bei einem Gebäude der Bank an der Zürcher Bahnhofsstrasse.
Die Bank muss den Justizbehörden Auskunft in Sachen Fifa geben: Bauarbeiter auf einem Gerüst bei einem Gebäude der Bank an der Zürcher Bahnhofsstrasse.
Arnd Wiegmann, Reuters

Die Justizbehörden aus den USA und der Schweiz verlangen Informationen von der Credit Suisse bezüglich diverser Korruptionsfälle rund um den Fussballverband Fifa. Wie die Grossbank in ihrem heute veröffentlichten Quartalsbericht schreibt, wollen die Behörden Auskunft über Kundenverbindungen mit Personen und Unternehmen, die mit der Fifa in Beziehung stehen. Darunter befänden sich auch Personen, die in der im Mai dieses Jahres eingereichten Klageschrift des US-Justizdepartements aufgeführt seien.

Im Zentrum steht die Frage, ob über die Konten der CS unsaubere Geschäfte gemacht wurden. Es geht um Transaktionen von Personen, aber auch solche von Firmen, wie aus dem veröffentlichten Quartalsbericht der CS hervorgeht.

CS will kooperieren

Die CS ist nicht die einzige Bank, die von den Behörden aus den USA und der Schweiz Anfragen erhalten hat. Bereits im Sommer wurde bekannt, dass einige Banken im Zusammenhang mit den Korruptionsvorwürfen bei der Fifa ihre Rolle erklären müssen. Die CS kommentierte die Presseberichte damals nicht.

Im Bericht zum dritten Quartal schreibt die Grossbank nun, sie werde mit den Behörden kooperieren. Eine konkrete Summe, die sie für den Fifa-Fall zurückstellen wird, nennt sie nicht. Auch andere juristische Fälle liegen bei der CS noch in der Schwebe.

Auch Schweizer Kunden stehen im Zentrum

Ungemach droht möglicherweise auch von Schweizer Kunden. Einige wenige Kunden in der Schweiz würden einem früheren Berater vorwerfen, Kompetenzen überschritten zu haben bei der Verwaltung der Portfolios. Der Fall wird vorerst nur intern untersucht.

Andere Fälle sind bereits vor den Richtern gelandet. In Texas etwa muss die CS einem Kläger 287 Millionen Dollar zahlen. Die Bank wird das Urteil aber anfechten.

Insgesamt geht die CS davon aus, dass die Rechtsfälle ihre finanzielle Situation kaum ernsthaft bedrohen. Die Bandbreite für Einbussen, die nicht durch Rückstellungen gedeckt sind, erstreckt sich von null bis 1,9 Milliarden Franken.

Die Bank hält im Bericht weiter fest, dass sie im dritten Quartal 280 Millionen Franken für Rechtsrisiken zurückgelegt hat.

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