Kaffeestreit kostet Starbucks 2,8 Milliarden Dollar

Der Streit mit Mondelez um abgepackten Kaffee kommt Starbucks teuer zu stehen. Zankapfel ist ein von der Kaffeehauskette aufgekündigter Lizenzvertrag mit der früheren Kraft Foods.

Verkauft abgepackten Kaffee lieber selber: Starbucks-Shop in Kalifornien. (Archivbild)

Verkauft abgepackten Kaffee lieber selber: Starbucks-Shop in Kalifornien. (Archivbild) Bild: Reuters

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Ein seit drei Jahren schwelender Streit um abgepackten Kaffee kommt Starbucks teuer zu stehen. Die US-amerikanische Kaffeehauskette soll annähernd 2,8 Milliarden Dollar an den US-Lebensmittelkonzern Mondelez zahlen, die frühere Kraft Foods. Das habe ein Schlichter entschieden, teilten die beiden Firmen gestern unabhängig voneinander mit.

Kraft hatte seit 1998 in Lizenz Starbucks-Kaffee hergestellt und in Supermärkten vertrieben. Der Umsatz verzehnfachte sich in der Zeit nach Angaben von Kraft.

Starbucks kündigte die Zusammenarbeit jedoch Ende 2010 auf und nahm das Geschäft in die eigenen Hände. In der Folge entbrannte ein Streit darüber, ob Starbucks nun Kraft einen Ausgleich zahlen müsse.

Mondelez zufrieden

Starbucks-Finanzchef Troy Alstead gab sich weiterhin überzeugt, dass Kraft keinen Anspruch auf Schadenersatz habe. Gleichzeitig erklärte er: «Es war die richtige Entscheidung, das Geschäft mit abgepacktem Kaffee zurückzuholen.» Die Sparte habe sich in Eigenregie viel besser entwickelt.

Mondelez wiederum zeigte sich mit dem Schlichterspruch zufrieden. Der Konzern will mit dem Geld seinen laufenden Aktienrückkauf aufstocken. (chk/sda)

Erstellt: 13.11.2013, 04:16 Uhr

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