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Kalt, unpünktlich, extrem motiviert

Als Marissa Mayer von Google zu Yahoo wechselte, schien sie ein Glücksfall für den kriselnden Internetkonzern. Heute überwiegt die Ernüchterung.

MeinungVon Walter Niederberger, San Francisco
Sie war im fünften Monat schwanger, als sie bei Yahoo anfing. Zwei Wochen nach der Geburt war Marissa Mayer zurück im Büro.
Sie war im fünften Monat schwanger, als sie bei Yahoo anfing. Zwei Wochen nach der Geburt war Marissa Mayer zurück im Büro.
Kristoffer Tripplaar (Alamy)

Im Frühling 2012 fasst Marissa Mayer einen Entschluss: Sie will weg von Google, wo sie immer mehr an den Rand gedrängt wird. Und sie will sich noch einmal als hart arbeitende, kompromisslose Software-Ingenieurin beweisen. Als sie im Sommer das Angebot erhält, den Sanierungsfall Yahoo zu übernehmen, zögert sie darum nicht. Sie weiss zwar, dass sie gegen viele Skeptiker wird ankämpfen müssen, auch deswegen, weil die letzte Frau auf dem Chefsessel von Yahoo, Carol Bartz, unsanft abgesetzt worden ist. Das ist noch kein Jahr her. Deren Nachfolger stolperte über einen gefälschten akademischen Titel.

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