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Kantonalbank profitiert von schwankenden Märkten

Die ZKB machte im ersten Halbjahr einen Reingewinn von über 390 Millionen Franken. Sie erzielte ein gutes Halbjahresergebnis.

Erfolgreiches Halbjahr: Der Hauptsitz der Zürcher Kantonalbank.
Erfolgreiches Halbjahr: Der Hauptsitz der Zürcher Kantonalbank.
Walter Bieri, Keystone

Die Übernahme der Fondsgesellschaft Swisscanto hat der Zürcher Kantonalbank (ZKB) in der ersten Jahreshälfte Schub verliehen. Die Kommissionserträge sprudelten und das Handelsgeschäft florierte. Trotz Negativzinsen hat die ZKB selbst im Zinsengeschäft leicht besser abgeschlossen.

Unter dem Strich erzielte die viertgrösste Schweizer Bank einen Reingewinn von 393 Millionen Franken. Das sind 16,9 Prozent mehr als im Vorjahressemester. Die Zürcher Kantonalbank habe im ersten Halbjahr angesichts der Negativzinsen und der hohen Währungsvolatilität ein gutes Ergebnis erzielt, wird ZKB-Chef Martin Scholl im Communiqué vom Freitag zitiert.

Alles in allem stiegen die Erträge der Bank um 11,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken. Dabei florierte insbesondere das Handelsgeschäft, das den Erfolg um knapp 40 Prozent auf 213 Millionen Franke steigern konnte. Das Handelsgeschäft habe von den volatilen Märkten profitiert, die zu einer höheren Aktivität der Kunden geführt habe, hiess es.

Auch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte die Erträge um 14,5 Prozent auf 318 Millionen Fr. verbessern. Dazu beigetragen habe die Akquisition von Swisscanto, deren Zahlen seit dem 1. April in der ZKB-Rechnung enthalten sind.

75 Millionen Franken Negativzinsen bezahlt

Mit einem Anteil von 50 Prozent bleibt das Zinsgeschäft die grösste Ertragsstütze der Bank. «Die Einführung von Negativzinsen durch die Schweizerische Nationalbank war und bleibt auch in Zukunft eine Herausforderung», schreibt die ZKB. Das Geldhaus muss auf ihren 10 Milliarden Franken Einlagen bei der Nationalbank negative Zinsen von 75 Millionen Franken pro Jahr bezahlen, wie eine ZKB-Sprecherin auf Anfrage sagte.

Dennoch stieg der Erfolg aus dem Zinsengeschäft im ersten Halbjahr um 1,7 Prozent auf 549 Millionen Franken. Die Verbesserung sei umsichtigem Handeln, dem Wachstum von Kundenausleihungen und insbesondere tieferen Absicherungskosten zu verdanken, hiess es.

Teure Swisscanto-Übernahme

Mit der Übernahme von Swisscanto sind indes nicht nur die Erträge gestiegen, sondern auch die Kosten. Mit 13,1 Prozent stieg der Geschäftsaufwand der ZKB prozentual sogar stärker als die Erträge. Namentlich die Ausgaben fürs Personal kletterten in die Höhe. Durch die Swisscanto-Übernahme stiessen 359 Angestellte zusätzlich zur ZKB. Laut Bankchef Martin Scholl wurde keine einzige Kündigung ausgesprochen.

Überdies muss die ZKB seit dem 1. Januar die Staatsgarantie abgelten. Dies hat im ersten Halbjahr zu zusätzlichen Kosten von gut 10 Millionen Franken geführt. Das Kosten-Ertragsverhältnis verschlechterte sich leicht auf 66,3 Prozent nach 65,1 Prozent im ersten Halbjahr 2014. Insgesamt zog der Bruttogewinn um 8,3 Prozent auf 420 Millionen Fr. an.

Gleichzeitig konnte sich die ZKB über einen Anstieg der Kundenvermögen um 63,4 Milliarden auf 262,1 Milliarden Franken freuen. Auch dabei sei der grösste Teil der Zunahme auf die Akquisition von Swisscanto zurückzuführen. Die Netto-Neugelder beliefen sich auf 2,5 Milliarden Franken.

SDA/ij

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