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Kleinaktionäre gehen mit der Zeit

Der Basler Thomas Steinemann hat mit Crowdinvesting die Uhrenmarke DuBois et fils wiederbelebt.

Alte Marke, moderne Finanzierung. Thomas Steinemann mit einem Modell aus seiner Uhrenkollektion.
Alte Marke, moderne Finanzierung. Thomas Steinemann mit einem Modell aus seiner Uhrenkollektion.

Zu den wenigen Beispielen einer Unternehmensfinanzierung via Crowdfunding gehört die im Basler Gellertquartier domizilierte Uhrenfirma DuBois et fils. Die Manufaktur aus Le Locle, die 1751 ihr erstes Modell herstellte, gehörte dem Hamburger Rohstoffhandelshaus Schlüter & Maack, als 2010 der Basler Thomas Steinemann auf sie aufmerksam wurde. Viel mehr als die Marke war damals nicht mehr vorhanden von DuBois et fils, der ältesten Uhrenmanufaktur der Schweiz. Die Produktion war fast eingestellt, in den Räumlichkeiten an der Grande-Rue im Zentrum der Uhrenstadt waren nur noch ein paar Angestellte beschäftigt. Es galt, die schlafende Marke neu zu lancieren, mit allem, was dazu gehört: Kollektion, Produktion, Marketing und Vertrieb. Im Unterschied zu den Uhrenmanagern von Swatch, Richemont und LVMH, die in den Neunziger- und in den Nullerjahren Dutzende klinisch toter Uhrenmarken wieder zum Leben erweckten, hatte der Basler weder die Finanzkraft noch die Vertriebsorganisation eines weltweit tätigen Konzerns hinter sich. An eine Kreditaufnahme bei einer Bank war nicht zu denken: «Die Neulancierung einer Uhrenmarke gilt als Risiko­investition», sagt Steinemann, und ­­ bei einer Private-Equity-Finanzierung bestehe die Gefahr, dass man als Unternehmer das Heft nicht mehr in der Hand habe.

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