Zum Hauptinhalt springen

Kuoni gibt Filialen in mehreren Ländern auf

Die Kuoni-Gruppe will sich von verlustbringenden Geschäften im Ausland trennen. Der Reiseveranstalter erhofft sich dadurch, rund 17 Millionen Franken hohe Verluste zu eliminieren.

Rund 500 Mitarbeiter sind betroffen: Kuoni-Logo am Sitz in Zürich. (August 2009)
Rund 500 Mitarbeiter sind betroffen: Kuoni-Logo am Sitz in Zürich. (August 2009)
Keystone

Kuoni trennt sich von kleineren, verlustreichen Reiseveranstaltergeschäften im Ausland und hofft auf positive Effekte in der Zukunft. Betroffen sind Aktivitäten in Italien, Spanien, den Niederlanden, Belgien, Russland sowie die Hotelplattform Octopustravel.

Diese seien nicht mehr von strategischer Bedeutung für den Konzern, teilte Kuoni mit. Nun würden Ausstiegsmöglichkeiten geprüft. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Geschäfte verkauft oder vom jeweiligen Management übernommen und ausserhalb der Kuoni-Gruppe weitergeführt werden, hiess es weiter.

Zu klein und zu schwach

Die betroffenen Tätigkeiten im Ausland hätten schon seit Jahren Verluste geschrieben, sagte Kuoni-Chef Peter Rothwell an einer Telefonkonferenz. «Sie waren zu klein und zu schwach positioniert, um einen Turnaround zu schaffen.»

Nun konzentriere sich der Konzern auf die Hauptmärkte Schweiz, Grossbritannien und Nordeuropa. Es stehe nicht das Reiseveranstaltergeschäft an sich auf dem Prüfstein. Die Restrukturierung betreffe einzig problematische Bereiche.

In Frankreich will Kuoni trotz des relativ kleinen Markts weiterhin tätig bleiben. «Wir glauben an das Potenzial des französischen Markts», hielt Rothwell fest. In der Schweiz ändert sich wegen der Restrukturierung nichts.

Belastungen von 80 Millionen Franken

Die genauen finanziellen Konsequenzen könne Kuoni zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffern, sagte der Kuoni-Chef. Er rechnet aber damit, dass der Schritt das Betriebsergebnis (Ebit) respektive das Konzernergebnis mit rund 80 Millionen Franken belasten dürfte.

Voraussichtlich werde diese Belastung im laufenden Geschäftsjahr anfallen. Die Aktivitäten generierten einen Jahresumsatz von rund 300 Millionen Franken. Insgesamt 500 Mitarbeiter sind betroffen. Durch die Aufgabe würden jährliche Betriebsverluste (Ebit) von rund 17 Millionen Franken eliminiert, hiess es weiter.

Zeitlicher Horizont unklar

Der zeitliche Horizont für die Restrukturierung ist noch unklar. Kuoni starte derzeit die Konsultation mit den Arbeitnehmerorganisationen. Aufgrund der Ergebnisse der Konsultationsphase würden für jeden einzelnen Markt konkrete Massnahmen eingeleitet.

«In gewissen Regionen, ist es schon sehr klar, wie wir vorgehen müssen. In anderen ist dies schwieriger», sagte Rothwell. Es werde ein langer Prozess. In drei bis sechs Monaten werde man mehr wissen. Einen Abschluss der Restrukturierung erwartet der Kuoni-Chef nicht vor einem Jahr.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch