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Kurssturz: Sorge um belgische Dexia-Bank

Die französisch-belgische Bank Dexia droht als nächstes Kreditinstitut im Strudel der Finanzmarktkrise in Schieflage zu geraten.

Sorgen über die Solvenz der Kommunalbank haben den Kurs am Montag in Paris zwischenzeitlich um 23,8 Prozent einbrechen lassen. Nach der Unterstützung für die Hypo Real Estate, der Übernahme von Bradford & Bingley und der Teilverstaatlichung von Fortis sei Dexia zu einer Kapitalerhöhung gezwungen, berichtete die Zeitung «Le Figaro» am Montag. Grund sind Verluste der auf Kredite spezialisierten US-Filiale FSA.

Die belgische und die französische Regierung signalisierten nach dem Medienbericht ihre Bereitschaft, die Bank zu schützen. Der belgische Finanzminister Didier Reynders erklärte, man werde sich an einer Kapitalerhöhung beteiligen. Seine französische Kollegin Christine Lagarde sagte, man werde seiner Verantwortung als Aktionär gerecht werden. Paris hält gut zehn Prozent an Dexia.

Laut «Le Figaro» steht die Bekanntgabe der Kapitalerhöhungspläne unmittelbar bevor. Ein Sprecher wies dies zurück und betonte, die Liquiditätslage sei «sehr gut». Die Aktie der Dexia, einer der wichtigsten Kommunalbanken in Frankreich, hat in den vergangenen Wochen allerdings rund 60 Prozent ihres Wertes verloren.

AP/grü

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