«Lass dich nicht erwischen»
Ein Ex-Banker einer Credit-Suisse-Tochter hat in den USA seine Beihilfe zum Steuerbetrug gestanden. Er beschuldigt seine Vorgesetzten, das illegale Geschäft gedeckt und ihn sogar angetrieben zu haben.

Der 56-jährige Andreas Bachmann war am Dienstag dieser Woche in die USA eingereist, wurde noch am Flughafen verhaftet und legte ein umfassendes Geständnis ab. Er sicherte der Justiz seine Mitarbeit zu und kann deswegen mit einer Strafermässigung rechnen. Auch darf er – wie bereits andere kooperationswillige Banker – zurück in die Schweiz reisen.
Bachmann ist der erste von sieben angeklagten Bankern der Credit Suisse, der sich in den USA der Justiz gestellt hat. Er arbeitete zwischen 1994 und 2006 für die CS Fides, eine Tochter der Grossbank und betreute nach eigenen Angaben zwischen 25 und 30 amerikanische Kunden. 2007 wechselte er zur Neuen Zürcher Bank NZB, die neben Wegelin zu jenen Finanzhäusern gehörte, die US-Steuersünder von den Grossbanken übernahmen und sie weiterhin versteckten. Deswegen wurden die NZB und die Wegelin in den USA strafrechtlich verfolgt, und mussten liquidiert werden.