Zum Hauptinhalt springen

Letzte Hoffnung für Alitalia: Kerosin gesichert

Der Treibstofflieferant Eni droht nicht mehr damit, die Lieferungen einzustellen. Silvio Berlusconi hat beim Energiekonzern interveniert.

Das Jahr 2009 wird schwierig für die Fluggesellschaften. Die italienische Alitalia liess bereits diesen Sommer die Gäste stehen, andere Airlines blieben definitiv am Boden.
Das Jahr 2009 wird schwierig für die Fluggesellschaften. Die italienische Alitalia liess bereits diesen Sommer die Gäste stehen, andere Airlines blieben definitiv am Boden.
Keystone
Wie lange fliegt die einst stolze italienische Airline noch?
Wie lange fliegt die einst stolze italienische Airline noch?
Keystone
Es passiert nicht nur anderswo - das musste die Schweiz 2001 bitter lernen. Das ganze Land hielt den Atem an, als am 1. Oktober die Swissair den Flugbetrieb einstellte.
Es passiert nicht nur anderswo - das musste die Schweiz 2001 bitter lernen. Das ganze Land hielt den Atem an, als am 1. Oktober die Swissair den Flugbetrieb einstellte.
Martin Rütschi, Keystone
1 / 5

Der Energiekonzern habe sich bereit erklärt, weiter Treibstoff zu liefern, berichtete die «New York Times» unter Berufung auf Verhandlungskreise.

Alitalias Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi hatte am Wochenende für Aufsehen mit der Warnung gesorgt, die Airline müsse möglicherweise bereits am Montag die Flüge einstellen, weil sie kein Kerosin mehr bekomme. Zugleich drohte der Insolvenzverwalter für die nächsten Tage mit dem Beginn von Entlassungen.

Der staatlich kontrollierte Eni-Konzern habe seine Drohung mit dem Lieferstopp auf Bitten der Regierung zurückgenommen, schrieb die Zeitung. Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte sich am Samstag persönlich in die Rettungsbemühungen eingeschaltet.

Gewerkschaften lenken ein

Auch gebe es Grund zur Hoffnung, so die «New York Times», dass die Gewerkschaften wieder Gesprächsbereitschaft signalisiert hätten. Die Alitalia-Krise hatte sich akut zugespitzt, nachdem am Freitag die Verhandlungen über den Sanierungsplan abgebrochen worden waren. Das italienische Unternehmerbündnis CAI um die Grossbank Intesa San Paolo, das sich zur Übernahme der krisengeschüttelten Airline bereiterklärt hatte, verliess die Gespräche mit den Gewerkschaften. Im Rahmen des Rettungsplans sollen zwischen 3000 und 7000 der insgesamt fast 20 000 Stellen bei Alitalia gestrichen werden.

Die geforderten Einkommenseinbussen liegen verschiedenen Medienberichten zufolge bei 20 bis 40 Prozent. Beides lehnten die Gewerkschaften der Piloten und der Flugbegleiter bisher ab. Nun hätten sie mehr Bereitschaft gezeigt, über Entlassungen und Lohnkürzungen zu reden, schrieb die "New York Times".

SDA/oku

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch