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London sticht Finanzplatz Zürich aus

Schweizer Jungfirmen investieren an der Themse, weil sie von dort aus Zugang zum EU-Raum haben. Die Bankiervereinigung hinkt dieser Entwicklung mit ihrer Gegenstrategie hinterher.

Wer gute Leute will, muss entsprechend gut bezahlen: Banker an der Londoner U-Bahn-Station Canary Wharf. Foto: Bloomberg
Wer gute Leute will, muss entsprechend gut bezahlen: Banker an der Londoner U-Bahn-Station Canary Wharf. Foto: Bloomberg

Die Zürcher Bellecapital ist erst 4 Jahre alt. Nun setzt die 15-köpfige Vermögensverwalterin zum grossen Sprung an. ­ Sie plant, einen Ableger im führenden ­Finanzplatz London zu eröffnen. Der Grund ist der Zugang zur Klientel im ganzen EU-Raum. «Die Etablierung der Bellecapital UK in London und die damit verbundene europäische Regulierung ermöglichen es uns, weiterhin europäische Kunden vollumfänglich zu betreuen und Neugelder zu akquirieren», sagt Mark Eberle, Partner bei der Bellecapital. «Ein unschätzbarer Vorteil», meint Eberle. Im Vordergrund stehe der sogenannte EU-Pass. Der soll vieles leichter machen. So wird sich Bellecapital der englischen Bankenaufsicht unterstellen und damit Mitarbeiter und Partner aus EU-Mitgliedsstaaten anstellen. Diese dürfen dann vor Ort in ihren Herkunftsländern Kunden – bestehende und neue – beraten.

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