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Lufthansa fliegt zurück in die Gewinnzone

Die Lufthansa erwirtschaftete im letzten Jahr einen Milliardengewinn. Das gute Ergebnis des deutschen Luftfahrtkonzerns ist aber vor allem auf einen positiven Steuereffekt zurückzuführen.

Die Airline schrieb im Jahr 2009 noch Verluste: Flugzeug der Lufthansa im Startflug.
Die Airline schrieb im Jahr 2009 noch Verluste: Flugzeug der Lufthansa im Startflug.
Keystone

Die Swiss-Mutter Lufthansa ist 2010 aus der Verlustzone herausgeflogen und will ihre Aktionäre nach einer Pause wieder mit einer Dividende belohnen. Der vorläufige Konzernüberschuss beläuft sich auf 1,1 Milliarden Euro – nach 34 Millionen Euro Verlust im Jahr zuvor.

Vom Gewinn seien rund 400 Millionen Euro einem Steuer-Einmaleffekt zu verdanken, teilte der Lufthansa-Konzern am Mittwoch überraschend in einer Pflichtmitteilung für die Börse mit. Für das abgelaufene Jahr soll eine Dividende von 60 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. 2009 waren die Lufthansa-Aktionäre leer ausgegangen.

Der Jahresumsatz des Lufthansa-Konzerns sei auf 27,3 (Vorjahr: 22,3) Milliarden Euro gestiegen, hiess es in der Ad-hoc-Meldung weiter. Zum Plus um 22,4 Prozent trugen auch die neuen Tochtergesellschaften Austrian Airlines und British Midlands bei.

Der operative Gewinn erhöhte sich trotz des harten Winters und der Flugausfälle infolge der Vulkanasche im April von 130 Millionen auf 876 Millionen Euro.

Swiss zuversichtlich

Den Geschäftsbericht 2010 will die Lufthansa ebenso wie die Ergebnisse der Tochter Swiss am 17. März vorlegen. Im Dezember hatte Swiss-Chef Harry Hohmeister angekündigt, die Swiss werde trotz Einbussen wegen der Frankenstärke den Vorjahresgewinn von 146 Millionen Franken deutlich übertreffen.

Bereits bekannt ist die Zahl der beförderten Passagiere: Die Swiss erreichte mit rund 14,2 Millionen Fluggästen ( 2,8 Prozent) einen Rekord. Im gesamten Lufthansa-Konzern stieg die Zahl der Passagiere um 17,2 Prozent auf 90,2 Millionen.

Auf ihrem Wachstumskurs ist die Swiss auch mit Personalmangel konfrontiert. Weil ihr Piloten und Flugbegleiter fehlen, hatte die Fluggesellschaft in der ersten März-Woche gar Flüge gestrichen. Im laufenden Jahr will die Airline nun 250 Stellen schaffen.

Rekord-Sommerflugplan

Auch bei der deutschen Muttergesellschaft geht das Wachstum weiter. Die Lufthansa kündigte am Mittwoch auf der Tourismusmesse ITB in Berlin an, im Sommerhalbjahr so viele Flüge anzubieten wie noch nie. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl der Verbindungen um 3,5 Prozent auf 13'304. «Das ist ein Rekord-Sommerflugplan», sagte der für das Passagiergeschäft zuständige Vorstand Thierry Antinori.

Die Sitzplatz-Kapazität erhöhe sich durch den Einsatz grösserer Flugzeugtypen wie dem A380 sogar um 11,3 Prozent. Insgesamt würden 211 Ziele in 84 Ländern angeboten.

Getrübt wird der Optimismus durch steigende Kosten infolge hoher Ölpreise. Flugreisende müssen sich deshalb auf höhere Ticketpreise einstellen. «Wir prüfen, was wir machen werden», sagte Antinori zu einer möglichen Anhebung des Kerosinzuschlags.

Lufthansa nimmt unterdessen auch Reiche und Geschäftsleute stärker ins Visier: Der Service mit Privatjets soll ausgebaut werden – und zwar durch eine stärkere Zusammenarbeit mit dem europäischen Marktführer Netjets Europe. Dadurch sollen in Europa auch kurzfristige Buchungen möglich sein. Der Service soll zudem noch in diesem Jahr in Nahost und den USA angeboten werden.

SDA/mrs

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