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Lufthansa greift nach Sabena-Nachfolgerin

Die grösste deutsche Fluggesellschaft plant die Übernahme der belgischen Brussels Airlines. In einem ersten Schritt soll die Lufthansa 45 Prozent der Anteile übernehmen.

Es gebe derzeit «konstruktive Verhandlungen» über eine strategische Beteiligung an der SN Airholding, der Muttergesellschaft von Brussels Airlines, gab Lufthansa bekannt. Geplant sei, dass sich Lufthansa im Rahmen einer Kapitalerhöhung zunächst 45 Prozent der Anteile für 65 Millionen Euro sichere. Nach zwei Jahren sei Lufthansa berechtigt, die verbleibenden Anteile zu kaufen. Die Verhandlungen über den Zukauf sollten in den folgenden Wochen abgeschlossen werden. Die Übernahme muss noch von den zuständigen Behörden und Gremien genehmigt werden.

Aus Sabena/Swissair-Pleite entstanden

Brussels Airlines sei bislang in keiner Allianz gebunden und fliege von der Drehscheibe Brüssel Ziele in Europa und insbesondere Afrika an, erklärte der Swiss-Mutterkonzern Lufthansa. SN Brussels Airlines war nach der Pleite der Staatsfluglinie Sabena entstanden, an der die Swissair mit 49,5 Prozent beteiligt gewesen war.

2004 fusionierte die SN Brussels Airlines mit der Billigfluggesellschaft Virgin Express und änderten ihren Namen in Brussels Airlines. Mit dem neuen Namen verschwand das «SN», der internationale Code für Sabena und damit die letzte sichtbare Erinnerung an die frühere Nationalairline.

Interesse auch an der AUA

Lufthansa hatte erst am Montag mitgeteilt, dass sie auch die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines AUA übernehmen wolle. Allerdings gibt es zahlreiche Konkurrenten, die ebenfalls an der AUA interessiert sind. Mitte vergangenen Jahres hatte die Lufthansa die Übernahme der Schweizer Swiss vollzogen.

SDA/cpm

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