Lufthansa-Flugbegleiter streiken ab Donnerstag

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hat neue Streiks bei der Lufthansa angekündigt. Weitere Arbeitsniederlegungen seien am kommenden Montag möglich.

Gerade erst beendet, nun in Neuauflage: Streik bei den Flugbegleitern der Lufthansa. (Archivbild vom 13. November 2015)

Gerade erst beendet, nun in Neuauflage: Streik bei den Flugbegleitern der Lufthansa. (Archivbild vom 13. November 2015) Bild: Michael Probst/Keystone

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Knapp zwei Wochen nach dem Ende des bisher härtesten Streiks in der Lufthansa-Geschichte steht ein neuer Ausstand des Kabinenpersonals an. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO kündigte Streiks für Donnerstag und Freitag an.

Auch am Montag, dem 30. November, werde noch einmal die Arbeit niedergelegt, falls Lufthansa in der Zwischenzeit nicht angemessen auf die Forderungen reagiere, erklärte UFO-Chef Nicoley Baublies in Frankfurt. Das erste Adventswochenende soll vom Streik ausgenommen werden.

«Runder Tisch» gescheitert

Die UFO-Gremien hätten aufgrund des Ausbleibens eines verbesserten Angebots zur Alters- und Übergangsversorgung am Montag beschlossen, in dieser Woche zu weiteren Arbeitskämpfen aufzurufen, teilte die Gewerkschaft mit.

Hintergrund ist der gescheiterte Versuch des Unternehmens, alle drei bei Lufthansa aktiven Gewerkschaften an einen «Runden Tisch» zu holen, um gemeinsam über die Zukunft der Betriebsrenten und die Sicherheit der Arbeitsplätze zu sprechen. Dies hatte bereits die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit abgelehnt.

UFO hatte erst am 13. November einen einwöchigen Streik beendet, bei dem rund 4700 Flüge ausgefallen waren. Betroffen waren etwa 550'000 Passagiere.

Ausbau von Eurowings

Lufthansa-Chef Carsten Spohr treibt einen grundlegenden Umbau des Luftverkehrskonzerns voran, was unter anderem einen schnellen Ausbau der Billigplattform Eurowings beinhaltet. Sparen will er unter anderem bei den Beschäftigten der zuletzt schrumpfenden Kerngesellschaft Lufthansa.

Der Konzern hat daher die Gesamtarbeitsverträge zu den Betriebs- und Übergangsrenten gekündigt. In getrennten Verhandlungen zu den verschiedenen Berufsgruppen ist es mit keiner der drei Gewerkschaften bislang zu einem Abschluss gekommen. Stattdessen haben die Piloten bereits 13 Mal gestreikt, die Flugbegleiter eine ganze Woche lang. (mlr/sda)

Erstellt: 23.11.2015, 15:11 Uhr

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