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«Man darf kein Zimperchen sein»

Daniela Spuhler-Hoffmann ist 32 und führt die Baufirmen Esslinger und Barizzi. Wie es in einer Männerbranche ist Chefin zu sein.

Sie sagen, Ihnen sei in Arbeitermontur wohler als im eleganten Abendkleid. Ist das Ihr Ernst?Mein tägliches Umfeld ist der Bau. Ich fühle mich da wohl. Ich geniesse es aber auch, mich ab und zu in Abendkleidung zu werfen. Es muss eine gesunde Mischung sein.

Bei der St. Galler Baufirma Cellere machten Sie ein einjähriges Praktikum. Was hat Ihnen das gebracht?Sehr viel. Ich hatte Einblick in alle Bereiche. Neben Büroarbeiten übernahm ich auch zahlreiche Einsätze auf Baustellen. Ich arbeitete in Gruppen mit Portugiesen und Jugoslawen, und wir haben in Tagesschichten von 12 Stunden bei 30 Grad Strassenbeläge eingebaut. Das war körperlich sehr tough. Ich habe dadurch erfahren, welch grosse Leistung die Arbeiter erbringen. Mein Respekt vor den Mitarbeitenden ist dadurch noch grösser geworden. Auch fachlich konnte ich mir vieles aneignen. Ich komme aus der Betriebswirtschaft und habe so vieles in der Praxis gesehen.

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