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Massenprotest bei Google gegen sexuelle Belästigung

Auch in der Schweiz verlassen Mitarbeiter heute ihren Platz, um beim weltweiten Google-Protest gegen Belästigung zu demonstrieren.

Caroline Freigang
Protest gegen sexuelle Belästigung: Foto vom sogenannten Walkout im Zürcher Google-Büro.
Protest gegen sexuelle Belästigung: Foto vom sogenannten Walkout im Zürcher Google-Büro.
Twitter/TedOnPrivacy

Dutzende Mitarbeiter sind in den letzten zwei Jahren bei Google entlassen worden –wegen sexuellen Fehlverhaltens. Nach dem langjährigen Android-Chef Andy Rubin musste mit Rich DeVaul ein weiterer hochrangiger Manager den Mutterkonzern Alphabet verlassen. Erhielt Rubin der «New York Times» zufolge noch 90 Millionen Dollar zum Abschied, ging DeVaul ohne Abfindung.

Nun werden Proteste laut: Weltweit wollen Google-Angestellte um 11.10 Uhr in ihrer jeweiligen Zeitzone gegen sexuelle Belästigung demonstrieren. Bei dem sogenannten Walkout verlassen die Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz und lassen einen Zettel mit Forderungen zurück. Auch im Zürcher Google-Büro finde ein Walkout statt, bestätigt ein Sprecher von Google Schweiz. Erste Bilder davon machen die Runde auf Twitter:

Dem Walkout im Zürcher Büro haben sich sowohl Frauen wie auch Männer angeschlossen:

Die Forderungen der Mitarbeiter auf dem ausgeteilten Flyer enthalten folgende Punkte:

  • Ein Ende des Zwangsschlichtungsverfahrens in Fällen von Belästigung und Diskriminierung.
  • Eine Verpflichtung, ungleiche Bezahlung und Förderung zu beenden
  • Ein öffentlich zugänglicher Bericht über sexuelle Belästigung im Konzern
  • Ein klarer, einheitlicher, globaler Prozess, um sicher und anonym sexuelles Fehlverhalten melden zu können
  • Der Diversity-Chef soll direkt an den CEO rapportieren und Empfehlungen an den Verwaltungsrat abgeben. Weiter soll ein Arbeitnehmervertreter in den Verwaltungsrat aufgenommen werden.
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