Zum Hauptinhalt springen

Michelle und Mibelle: Frau Obama beglückt die Migros-Industrie

Die First Lady verwendet eine Gesichtscreme, deren Wirkstoff von der Kosmetikfirma Mibelle stammt. Erfolgsstorys wie diese verhelfen der Industriegruppe der Migros im Ausland zu Wachstum.

Im November 2009 erschien im Modemagazin «Vogue» ein Artikel über den Uttwiler Spätlauber, eine fast ausgestorbene Schweizer Apfelsorte mit sehr guter Lagerfähigkeit, von der es nur noch drei Bäume gab. Nun, das Blatt interessierte sich nicht für den Apfel an sich, sondern für dessen Stammzellen. Diese sollen der Hautalterung vorbeugen. Den Wirkstoff hat die Schweizer Mibelle entwickelt. Auf wenigen Zeilen war noch erwähnt, dass Präsidentengattin Michelle Obama eine Creme der Firma Clark verwendete, welche die Substanz enthielt – und 355 Dollar kostete.

Die Gratiszeitung «20 Minuten» nahm die Story vom Super-Apfel auf und gab ihren Leserinnen einen Tipp: Das vergleichbare Zoé-Produkt der Migros koste knapp 30 Franken. «An jenem Tag waren wir ausverkauft», erinnert sich Luigi Pedrocchi, Geschäftsführer Mibelle. Die Verkäufe schnellten von bescheidenen 600 Franken pro Tag auf 3000 Franken. Dann schrieb die Migros-Presse darüber, und pro Tag wurden gegen 30'000 Franken umgesetzt. Unterdessen hat dieser Erfolg die ganze Kosmetiklinie Zoé beflügelt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.