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Migros-Tochter Frey will die USA versüssen

Produkte aus der Aargauer Schokoladenfabrik sind neu in Walgreens-Läden erhältlich. Auch mit Amazon verhandelt das Unternehmen.

Süsse Verlockungen: Besucher besichtigen die Produktion der Chocolat Frey AG. (Archiv)
Süsse Verlockungen: Besucher besichtigen die Produktion der Chocolat Frey AG. (Archiv)
Sigi Tischler, Keystone
Frey-Produkte sind nun in jeder fünften Filiale der Supermarktkette Walgreens erhältlich. Die Gruppe hat total 10'000 Läden in den USA. Im Bild ein Geschäft in Boston. (Archiv)
Frey-Produkte sind nun in jeder fünften Filiale der Supermarktkette Walgreens erhältlich. Die Gruppe hat total 10'000 Läden in den USA. Im Bild ein Geschäft in Boston. (Archiv)
Steven Senne (AP), Keystone
...gehört der Migros. Der Industriechef von Migros, Walter Huber, wird den Schweizer Detailhändler in Bälde verlassen.
...gehört der Migros. Der Industriechef von Migros, Walter Huber, wird den Schweizer Detailhändler in Bälde verlassen.
www.migros.ch
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Die Chocolat Frey AG mit Hauptsitz in Buchs AG will den Markt in den USA erobern. Deshalb hat die Migros-Tochter mit der amerikanischen Apotheker- und Supermarktkette Walgreens einen Vertrag abgeschlossen. Damit stehen neuerdings in 1900 Filialen Frey-Produkte im Angebot. «Das ist für uns ein riesiger Schritt, um Frey quer durch die USA als eigenständige Premium-Marke zu positionieren», sagt Migros-Industriechef Walter Huber gegenüber CH Media.

Dass sich das Engagement für den Schweizer Schokoladenhersteller in Übersee durchaus lohnen könnte, zeigen Zahlen des Marktforschers Statista: Dieser bewertet den Süsswarenmarkt in den USA mit 27 Milliarden Dollar (circa 27 Milliarden Franken) und erwartet ein jährliches Wachstum von mehr als 3 Prozent.

Huber gibt zu, mit der Tochterfirma schon Fehleinschätzungen gemacht zu haben. Vor rund fünf Jahre habe Frey noch eine andere Strategie verfolgt und sich teure Regalplätze in Duty-free-Shops in US-Flughäfen gesichert. Das habe leider nicht funktioniert. Diese Strategie sei zu teuer und zu wenig fokussiert gewesen. Allerdings schliesse er nicht aus, dass Frey-Schokolade in Zukunft wieder in Airport-Stores erhältlich sein werde, erklärt Huber gegenüber CH Media.

Starke Konkurrenz

Bereits 2014 hat Migros das Unternehmen Sweetworks mit Sitz in Buffalo (US-Bundesstaat New York) gekauft. Frey soll nun von Netzwerken des Süsswarenproduzenten profitieren. Überdies sollen Frey-Produkte in Bälde über den Onlinegiganten Amazon verkauft werden. «Diese Umsetzung ist bereits im Gang», erklärt Frey-Kommunikationsleiterin Pascale Buschacher gegenüber der Redaktion Tamedia.

Zum US-Konzern zählt auch die Lebensmittelkette Whole Foods. Wenn Amazon zufrieden sei, bestehe zudem die Chance, Migros-Produkte wie Frey-Schokolade zukünftig in den Whole-Foods-Läden zu verkaufen, hofft Huber.

Vorerst wird schon die Gegenwart für Frey nicht einfach sein. Bei Walgreens ist die Konkurrenz nicht nur süss, sondern auch gross, renommiert und stammt aus dem In- und Ausland. Dass die Bürgerinnen und Bürger in den USA zunehmend gesundheitsbewusster leben und vermehrt auf zuckerhaltige Speisen verzichten wollen, könnte sich ebenfalls als Hürde erweisen.

Doch kein Unternehmergeist kann ohne Optimismus existieren. Buschacher glaubt nicht, dass die Bemühungen von Frey in den USA deswegen zum Scheitern verurteilt seien. «Auf keinen Fall, Schokolade ist ein weltweit beliebtes Genussmittel.»

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