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Milliardärsfamilie macht Coca-Cola Konkurrenz

Der deutsche Familienclan Reimann kauft für 18,7 Milliarden Dollar den Brausehersteller Dr Pepper und schafft so ein riesiges Getränkeimperium.

Der deutsche Familienclan Reimann kauft für 18,7 Milliarden Dollar den Brausehersteller Dr Pepper Snapple.
Der deutsche Familienclan Reimann kauft für 18,7 Milliarden Dollar den Brausehersteller Dr Pepper Snapple.
AP Photo/Jim Cole
Damit entsteht ein neues Getränkeimperium, das Coca-Cola und Pepsi konkurrieren soll.
Damit entsteht ein neues Getränkeimperium, das Coca-Cola und Pepsi konkurrieren soll.
AP Photo/Jim Cole
Zur JAB Holding, welche vom Familienclan Reimann gehalten wird, gehören auch Keurig Green Mountain oder Jacobs Douwe Egberts, womit JAB der grösste Kaffeekonzern der Welt ist.
Zur JAB Holding, welche vom Familienclan Reimann gehalten wird, gehören auch Keurig Green Mountain oder Jacobs Douwe Egberts, womit JAB der grösste Kaffeekonzern der Welt ist.
AP Photo/Kathy Willens
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Die Einkaufstour der deutschen Milliardärsfamilie Reimann geht weiter: Mit dem Kauf des Limonadenherstellers Dr Pepper Snapple soll das Firmenimperium in den USA erweitert werden. Die Aktionäre des Konzerns, der auch hinter Marken wie Orangina, Schweppes oder 7 Up steht, sollen eine Barzahlung von 103,75 Dollar je Anteilsschein erhalten, wie die Unternehmen mitteilten. Damit würden ihnen rund 18,7 Milliarden Dollar zufliessen.

Dr Pepper soll mit der bereits zum Firmenreich der Reimanns gehörenden Tochter Keurig Green Mountain fusioniert werden. So entsteht nach Angaben der Unternehmen ein Getränkeriese mit kombiniertem Jahresumsatz von rund elf Milliarden Dollar, der den Branchenführern Pepsi und Coca-Cola Konkurrenz machen könnte.

Auch Bally gehört zur JAB-Gruppe

Die Beteiligungsgesellschaft der Reimanns, JAB Holding, soll den Deal mit einer Investition von neun Milliarden Dollar finanzieren. Die Nachricht liess die Aktien von Dr Pepper vorbörslich um rund 35 Prozent steigen, zuletzt stand der Kurs noch immer mit 25 Prozent im Plus. Die Transaktion soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Danach will JAB 87 Prozent am verschmolzenen Konzern Keurig Dr Pepper (KDP) halten. Aktionäre und Aufseher müssen aber noch zustimmen.

Die Fusion soll bis 2021 zu jährlichen Kosteneinsparungen von 600 Millionen Dollar führen. Keurig, bekannt vor allem für Kaffeekapseln, hatten die Reimanns Ende 2015 mit anderen Investoren um den Toblerone-Konzern Mondelez für 13,9 Milliarden Dollar gekauft. Die Reimann-Familie kontrolliert auch den Kaffeeriesen Jacobs Douwe Egberts, was JAB zum weltgrössten Kaffeekonzern macht.

Der Clan ist auch an der Kosmetik- und Parfümfirma Coty und etlichen US-Gastroketten wie Peet's Coffee, Panera Bread oder Krispy Kreme Doughnuts beteiligt. Seit 2014 gehört auch die Schweizer Schuhfirma Bally zur Luxus-Sparte von JAB, genau so wie etwa Jimmy Choo.

Die Ursprünge der Dynastie liegen im 19. Jahrhundert

Die Ursprünge der Reimann-Dynastie reichen bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als Johann Adam Benckiser und Karl Ludwig Reimann in Ludwigshafen eine Chemiefabrik aufbauten.

Der Reimann-Clan führte die «manager magazin»-Liste der 1001 reichsten Deutschen zuletzt mit einem geschätzten Vermögen von 33 Milliarden Euro erstmals an und kam damit noch vor die BMW-Erben Stefan Quandt und Susanne Klatten.

(SZ.de/dpa/been/jael/anf)

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