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Milliarden für griechische Armee

Während die griechische Bevölkerung den Gürtel immer enger schnallen muss, wird die Armee vergleichsweise mit Glacéhandschuhen angefasst. Davon profitieren die Sparvögte Deutschland und Frankreich.

Bernhard Fischer
Griechenland begründet die hohen Armeeausgaben stets mit dem Grenzkonflikt mit der Türkei: Militärwachen in Athen, 1. Februar 2012.
Griechenland begründet die hohen Armeeausgaben stets mit dem Grenzkonflikt mit der Türkei: Militärwachen in Athen, 1. Februar 2012.
Keystone

Das kommt in Sparzeiten nicht gut: Einerseits will die amtierende griechische Regierung mehr als 15'000 Staatsbedienstete bis 2015 entlassen, die Löhne einfrieren, den Mindestlohn um ein Viertel senken sowie Arbeitslosengelder und eventuell die Renten kürzen. Bis Ende 2012 kann Griechenland laut den Zahlen der Europäischen Kommission auf diesem Weg 3,1 Milliarden Euro beim Budget 2012 einsparen. Auf der anderen Seite steigen die Militärausgaben im Verhältnis zum Budget von 2,15 Prozent auf 2,20 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP). Und das, obwohl die Regierung die Ausgaben reduzieren will. Der Grund: Die Wirtschaftsleistung sinkt rascher als die Sparmassnahmen bei der Armee greifen.

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