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Milliardenhilfe auch für US-Autokonzerne

Nach Banken und Versicherern erhalten voraussichtlich bald auch amerikanische Autobauer milliardenschwere Hilfen von der US-Regierung.

Laut einem Gesetzesentwurf vom Montag, den der US-Kongress noch in dieser Woche verabschieden könnte, sollen die Autokonzerne zur Umstrukturierung zinsgünstige Kredite in Höhe von 25 Milliarden Dollar bekommen. Es wird erwartet, dass auch Präsident George W. Bush das zustimmungspflichtige Paket durchwinken wird.

Zur Absicherung und Verteilung der Kredite werden 7,5 Milliarden Dollar an Steuergeldern benötigt. Kritiker wie der Senator Richard Shelby warnten deshalb, die Bürger dürften nicht für strategische Fehler der Hersteller bezahlen.

Für die grossen Drei

Das Programm steht prinzipiell allen Autobauern offen. Profitieren dürften aber vor allem die grossen US-Hersteller General Motors, Ford und Chrysler, die in der Vergangenheit stark auf spritschluckende SUV-Geländewagen gesetzt haben.

Da sich die Nachfrage rasant hin zu sparsamen Modellen verschoben hat, stehen sie unter besonders grossem Druck, ihre Produktion umzustellen. Nach welchen Kriterien die Kredite zugeteilt werden sollen, ging aus dem Entwurf jedoch nicht hervor.

Wahltaktik?

Aufgrund ihrer schwierigen Lage und verschärfter Kreditauflagen bekommen die US-Autohersteller am Finanzmarkt derzeit schwierig frisches Geld. Deshalb hatten sie sich zuletzt massiv für staatliche Hilfen eingesetzt und dabei auch auf das Rettungspaket der Regierung für den Versicherer AIG verwiesen.

Die US-Demokraten haben das Paket wohl auch aus politischen Motiven vorangetrieben. Die US-Bundesstaaten Ohio und Michigan, in denen die meisten Mitarbeiter der Autofirmen leben, sind wahlentscheidende «Swing States».

(SDA)

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