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Milliardenklage im Softwarekrieg

Der US-Konzern Oracle verklagt seinen Konkurrenten SAP auf vier Milliarden Dollar. Der Softwareriese setzt zudem Detektive ein, um den ehemaligen Chef von SAP vorzuladen.

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Krieg der Softwaregiganten: Hauptankläger Ellison beim Gang ins Gericht.
Krieg der Softwaregiganten: Hauptankläger Ellison beim Gang ins Gericht.
Keystone

Der US-Softwarekonzern Oracle schätzt den Schaden durch illegale Geschäftspraktiken des deutschen Konkurrenten SAP auf vier Milliarden Dollar. So viel hätte SAP für die Lizenzen der Oracle- Software zahlen müssen, erklärte Unternehmenschef Larry Ellison am Montag vor einem Gericht in Kalifornien.

In dem Verfahren geht es um die inzwischen aufgelöste frühere SAP- Tochterfirma TomorrowNow, die Kundendaten von einer passwortgeschützten Oracle-Website gestohlen und den Kunden dann Angebote zu günstigeren Konditionen gemacht hatte. SAP hat dies inzwischen auch geräumt, schätzt den entstanden Schaden aber nur auf 40 Millionen Dollar.

Privatdetektiv auf Apotheker angesetzt

Keinen Erfolg hatte Oracle bislang mit Versuchen, den früheren SAP-Chef und neuen HP-Vorstandschef Leo Apotheker vorzuladen, der zu seiner Rolle bei der TomorrowNow-Spionage befragt werden soll. HP hat dies bislang abgelehnt unter Hinweis darauf, dass Apotheker in dem über Jahre laufenden Verfahren bereits 2008 eine eidesstattliche Aussage gemacht habe und von Oracles Anwälten befragt worden sei.

Oracle hat deshalb jetzt Privatdetektive angeheuert, die Apotheker die Vorladung zustellen sollen, falls er sich in einem Umkreis von 160 Kilometern (100 Meilen) vom Gericht in Oakland aufhält. Innerhalb dieses Radius liegt die HP-Zentrale in Palo Alto. Wenn Apotheker ausserhalb dieses Kreises bleibt, kann Oracle ihn auch nicht zwingen auszusagen.

(SDA)

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