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Mit einem «Zwischenbonus» bindet die CS in London Banker an sich

Wegen der britischen Bonus-Steuer hatte die Credit Suisse englischen Topbankern 2009 die Boni um 30 Prozent gekürzt. Diese drängten die Bank nun zu einer Zahlung im laufenden Jahr.

Die Credit Suisse fühlt sich in einer etwas misslichen Lage auf dem britischen Finanzplatz. Dortige CS-Banker, so ist aus der Grossbank zu hören, machen offenbar Druck, drohen gar mit dem Wechsel zu Konkurrenz. Überhaupt seien die Banken in London wieder aggressiv am Abwerben, heisst es weiter.

Um die Stimmung aufzuhellen und wieder «branchenübliche» Entlöhnungen sicherzustellen, werden die CS-Manager in London bereits per heute, dem 1. September, eine Bonuszahlung erhalten, und nicht wie üblich erst im Januar, berichtete das «Wall Street Journal». CS-Sprecher Marc Dosch bestätigt auf Anfrage den Sachverhalt. Die CS begründet ihren Schritt damit, dass sie mit ihrer Vergütungspolitik langfristige, leistungsorientierte Anreize schaffe. «Das hat aber auch dazu geführt, dass die CS in gewissen Bereichen nicht mehr wettbewerbsfähig war. Deshalb wurde auf dem Platz London eine Bonuszuteilung während des Jahres nötig», sagt Dosch. Der Septemberbonus wird über drei Jahre hinweg ausbezahlt und bemisst sich an den Kommissionseinnahmen und an der Eigenkapitalrendite der Bank. Je nach Ergebnis könnte der Bonus später auch gekürzt werden.

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