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Mit zwei Jahren Verspätung

Der Neustart der Credit Suisse hätte längst erfolgen sollen. Aber dies ist nicht Tidjane Thiams ­Versäumnis.

Auch wenn die grossen Über­raschungen ausgeblieben sind, das Massnahmen- und Strategiepaket der Credit Suisse, mit dem sich die Grossbank revitalisieren und neu positionieren will, hat es in sich. Was der neue CS-Chef Tidjane Thiam in den nächsten drei Jahren um­setzen will, ist ebenso ambitiös wie aus­gewogen. Kostenein­sparungen in Milliardenhöhe stehen Investitionen und Wachstums­initiativen gegenüber.

Vor allem aber: Mittels Verkäufen von unrentablen Geschäften – wie dem Private Banking in den USA –, Einschnitten bei kapitalintensiven Aktivitäten im Investmentbanking, einbehaltener Gewinne und ­einer Kapitalerhöhung von gut 6 Milliarden Franken sollte es der Credit Suisse gelingen, die Diskussionen über die zu ­geringe Ausstattung mit Eigenmitteln endlich zu be­enden. Wenn eine Kritik anzubringen ist, dann die: Der Neustart hätte schon vor zwei Jahren ­erfolgen sollen – aber dies ist nicht Thiams ­Versäumnis.

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