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«Mobil-Telefonie ist sehr teuer»

Ende Monat ist Schluss. Dann tritt Walter Stoffel als Präsident der Wettbewerbskommission zurück. Den aufsehenerregendsten Fall behandelte er am Ende seiner Amtsperiode: den Fusionsplan von Orange und Sunrise.

Herr Stoffel, nach dem Nein der Wettbewerbskommission (Weko) verzichten die Telecomfirmen Sunrise und Orange auf eine Fusion. Sind Sie stolz darauf, dass Sie mit praktisch Ihrer letzten Amtshandlung zwei Telecomriesen in die Knie zwingen konnten?Walter Stoffel: Es geht nicht darum, jemanden in die Knie zu zwingen. Die Weko muss dafür sorgen, dass der Markt im Telecomsektor spielt. Ich bin froh, dass die Unsicherheit mit dem Verzicht auf einen – letztlich aussichtslosen – Rekurs nun weg ist. Beide Firmen sprechen jetzt wieder von ihren Marktstrategien.

Aber warum haben Sie den Kauf von Denner durch die Migros durchgewinkt und die Fusion Orange–Sunrise verboten?Der Orange-Sunrise-Entscheid ist die logische Fortsetzung des Migros-Denner-Entscheids. Im Detailhandel gab es durch den damals unmittelbar bevorstehenden Markteintritt von Aldi und Lidl Konkurrenz an den Rändern.

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