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Morgan Stanley: Gute Zahlen, neue Gerüchte

Die neben Goldman Sachs zweitletzte unabhängige US-Investmentbank, Morgan Stanley, brilliert mit guten Quartalszahlen. Wie es mit dem Institut weitergeht, ist unklar.

Morgan-Stanley-Hauptsitz in New York: Was bringt die Zukunft der Investmentbank?
Morgan-Stanley-Hauptsitz in New York: Was bringt die Zukunft der Investmentbank?
Keystone

Wie es in einem Bericht des TV-Senders CNBC heisst, erwägt man bei Morgan Stanley offenbar einen Zusammenschluss mit einem anderen Finanzinstitut. Zwar sei man noch nicht in konkreten Verhandlungen, Spitzen von Morgan Stanley – darunter Bankchef John Mack – seien allerdings der Meinung, ein Fehler wie bei Lehman Brothers solle vermieden werden. Als Quelle nennt CNBC mit der Materie vertraute Gewährsleute. Lehman hatte Kaufangebote lange zurückgewiesen, bis es schliesslich zu spät war und die Bank zusammenbrach.

Morgan-Finanzchef Thomas Kelleher hatte zuvor allgemein von «einigen lächerlichen Gerüchten» gesprochen. «Es ist wichtig, wieder etwas Vernunft in den Markt zu bekommen.»

Fast 1,5 Milliarden Gewinn

Morgan Stanley hatte gestern nach Börsenschluss Zahlen zum abgelaufenen Quartal präsentiert und dabei besser als erwartet abgeschlossen. Der Gewinn aus dem laufenden Geschäft sank verglichen mit dem Vorjahresquartal um drei Prozent auf 1,43 Milliarden Dollar. Die Einnahmen stiegen um ein Prozent auf acht Milliarden Dollar und lagen damit ebenfalls deutlich über den prognostizierten 6,28 Milliarden.

Experten hatten beim Reingewinn einen viel stärkeren Gewinnrückgang befürchtet. Selbst Branchenprimus Goldman Sachs musste kurz zuvor einen heftigen Einbruch beim Überschuss von 70 Prozent verkünden. Die zwei einzigen nach dem «schwarzen Montag» der US-Finanzbranche verbliebenen unabhängigen Investmentbanken steuern weiter vergleichsweise gut durch die Krise.

Vorbörslich deutlich im Plus

Morgan Stanley hatte die Bekanntgabe der Zahlen angesichts einer zuletzt immer steileren Talfahrt der Aktie kurzfristig um einen Tag vorgezogen. Die Bank verlor seit Jahresbeginn mehr als 40 Prozent ihres Börsenwerts. Am Mittwoch reagierten die Aktien von Morgan Stanley im vorbörslichen Handel mit einem deutlichen Plus von rund zehn Prozent auf die Quartalszahlen.

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