Musk und Börsenaufsicht einigen sich

Nur noch unter bestimmten Bedingungen darf Tesla-Chef Elon Musk twittern - sofern eine Richterin dem Deal zustimmt.

Elon Musk muss seine Tweets absegnen lassen: Der Tesla-CEO nach einem Gerichtstermin Anfang April. (4. April 2019)

Elon Musk muss seine Tweets absegnen lassen: Der Tesla-CEO nach einem Gerichtstermin Anfang April. (4. April 2019) Bild: Drew Angerer/AFP

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Tesla-Chef Elon Musk und die US-Börsenaufsicht SEC haben eine Einigung im Rechtsstreit über die Social-Media-Aktivitäten des Tech-Milliardärs erzielt. Der Kompromiss regelt, unter welchen Bedingungen Musk künftig twittern darf. Dies geht aus einem am Freitag beim zuständigen Gericht in New York eingereichten Antrag hervor. Richterin Alison Nathan muss dem Deal aber noch zustimmen.

Vereinbart wurde, dass Musk keine Informationen mehr eigenmächtig in schriftlicher Form verbreiten darf, die Teslas Aktienkurs beeinflussen könnten. Das betrifft etwa Einlassungen zu Finanzen, Produktionszielen, Übernahmen und Fusionen - kurz: so ziemlich alle aus Sicht von Börsianern wichtigen Themen. Jegliche Kommunikation diesbezüglich soll sich Musk vorab von einem in Wertpapierfragen erfahrenen Anwalt genehmigen lassen, hiess es.

Missachtung des Gerichts

Der Streit dreht sich um einen Vergleich aus dem Vorjahr, der Musks Twitter-Kommunikation bereits unter Auflagen gestellt hatte. Musk musste damals als Tesla-Verwaltungsratschef zurücktreten und ebenso wie das Unternehmen eine hohe Geldbusse zahlen. Gegen die Vereinbarung soll er laut der SEC aber später verstossen haben. Die Aufseher forderten deshalb eine Bestrafung Musks wegen Missachtung des Gerichts. Konkret ging es um einen Tweet vom Februar, in dem Musk laut SEC falsche Angaben zu Teslas Produktionszielen für das laufende Geschäftsjahr gemacht haben soll.

Der ursprüngliche Vergleich war zustande gekommen, nachdem Musk Anleger bei Twitter mit unausgegorenen Plänen zu einem Börsenrückzug Teslas irritiert hatte. Die SEC hatte Musk daraufhin wegen Marktmanipulation verklagt. Die Aufsicht wollte Musk zunächst den Konzernvorsitz verbieten. Dann einigte man sich auf den Kompromiss, an den sich der Tesla-Chef nach Auffassung der SEC jedoch nicht gehalten habe. (roy/SDA)

Erstellt: 27.04.2019, 02:25 Uhr

Artikel zum Thema

Konflikt zwischen US-Börsenaufsicht und Musk eskaliert

Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht ein Tweet des amerikanischen Elektroautobauers im vergangenen Februar. Mehr...

Anleger fordert mittels Klage Twitter-Verbot für Elon Musk

Neuer Ärger für Tesla-Chef Elon Musk: Ein Grossinvestor in den USA will das Twittern des mitteilungsfreudigen Tech-Milliardärs gerichtlich einschränken lassen. Mehr...

Elon Musk angeklagt – Tesla-Aktie unter Druck

Der Tesla-Chef steht wegen Tweets zum Rückzug von der Börse im Fokus der Ermittler. Die US-Börsenaufsicht möchte ihn entmachen. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Kulturkarte

Abonnieren Sie den Carte Blanche-Newsletter und verpassen Sie kein Angebot.

Kommentare

Blogs

Geldblog Werbeversprechen sind nie garantiert

Sweet Home Neue Farben am Matterhorn

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...