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Nach Debakel organisiert sich Raiffeisen neu

Mit neuen Strukturen soll die Vincenz-Ära vergessen gemacht werden. Anne Bobilier sitzt neu im Verwaltungsrat.

Es soll in eine andere Richtung gehen: Die Folgen der Ära von CEO Pierin Vincenz sind bei Raiffeisen deutlich spürbar. (Keystone/Archiv)
Es soll in eine andere Richtung gehen: Die Folgen der Ära von CEO Pierin Vincenz sind bei Raiffeisen deutlich spürbar. (Keystone/Archiv)

Die Delegierten der Raiffeisen-Gruppe beschlossen am Samstag an der Delegiertenversammlung in Zürich eine neue Gruppen-Governance. Damit sollen die Raiffeisenbanken ihre Meinungen stärker bei der Zentrale, der Raiffeisen Schweiz, einbringen können.

An den künftigen Generalversammlungen werde jede der 229 Raiffeisenbanken eine Stimme haben, teilte Raiffeisen am Samstag im Anschluss an die Delegiertenversammlung mit. Heute entsenden die einzelnen Regionen ihre Delegierten nach einem mathematischen Verteilschlüssel.

Zudem soll es zwischen den Organen von Raiffeisen Schweiz und neuen Gremien der Raiffeisenbanken einen «institutionalisierten Meinungsaustausch» geben. Der Austausch zwischen diesen neu geschaffenen Gremien der Raiffeisenbank mit der Raiffeisen Schweiz ist nun in den Statuten verankert worden.

Des weiteren beschlossen die Raiffeisen-Delegierten, dass künftig konsultativ über die Vergütung der Organe von Raiffeisen Schweiz abgestimmt wird. Mit «überwältigendem Mehr» wurde zudem Anne Bobilier neu in den Verwaltungsrat von Raiffeisen Schweiz gewählt.

Die Reformen bei Raiffeisen sind eine Folge der Ära des früheren CEO Pierin Vincenz. Die Raiffeisen-Gruppe will vermeiden, dass die Raiffeisen Schweiz innerhalb der Genossenschaftsgruppe künftig eine ähnliche Machtfülle haben kann wie zur Vincenz-Ära.

(SDA)

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