Zum Hauptinhalt springen

Nach jahrelangen Vorbereitungen: Jetzt gibt es das Cablecom-Handyabo

Cablecom will den Kunden alles aus einer Hand bieten und steigt ins Mobilfunkgeschäft ein. Laut Telecomexperten hat das neue Abonnement drei Vorteile.

Cablecom arbeitete zweieinhalb Jahre an dem Angebot: Teenager mit Handys in der Hand.
Cablecom arbeitete zweieinhalb Jahre an dem Angebot: Teenager mit Handys in der Hand.
Keystone

UPC Cablecom startet ein Mobilfunkangebot. Nutzen können dieses vorerst aber nur Kunden, die bereits Produkte von der Kabelnetzbetreiberin beziehen und per E-Mail dazu eingeladen werden.

Cablecom-Kunden, die ein Abo für digitales TV, Internet oder Festnetztelefonie haben, können unter drei Mobilfunkabos wählen, wie das Unternehmen mitteilte. Wer kein neues Handy braucht, kann auch nur eine SIM-Karte bestellen und zahlt so tiefere Monatsgebühren. Gespräche innerhalb des Fest- und Mobilfunknetzes von Cablecom sind gratis.

Nur für Cablecom-Kunden

Personen, die noch nicht Kunden von Cablecom sind, werden die Mobilfunkabonnements vorerst noch nicht angeboten.

Damit steigt die grösste Kabelnetzbetreiberin der Schweiz wieder in den Mobilfunk ein, für welchen sie vor Jahren schon einmal Angebote im Sortiment hatte. Allerdings verkaufte Cablecom damals lediglich Sunrise-Angebote weiter. Dies reichte Cablecom nicht. Der Deal mit Sunrise lief Ende 2010 aus.

Nicht ganz ein Jahr nach dem Ende dieser Angebote kündigte Cablecom die Zusammenarbeit mit Orange für ein eigenes Mobilfunkangebot an. Nach zweieinhalb Jahren Vorbereitung erfolgt nun der Start. Mit dem Angebot will die Kabelnetzbetreiberin verhindern, dass eigene Kunden, die alles aus einer Hand wollen, zur Hauptkonkurrentin Swisscom oder zu Sunrise abwandern.

Teures Roamingangebot

Comparis bezeichnet die von UPC Cablecom neu angebotenen Mobilfunkangebote vor allem für Wenig- und Durchschnittsnutzer als attraktiv. Laut einer Analyse des Internetvergleichsdienstes würden solche Nutzer mit den Cablecom-Abos «sehr günstig» fahren.

Das Angebot von Cablecom habe drei Vorteile, wird Ralf Beyeler, Telecomexperte bei Comparis, in einem Communiqué zitiert. Erstens werde sekundengenau abgerechnet, was im Markt eine grosse Ausnahme sei. Zweitens gelte das im Abo enthaltene Gesprächsguthaben für Anrufe in alle Netze und drittens seien Anrufe innerhalb des Cablecom-Netzes gratis.

Swisscom muss keine Angst haben

Dagegen sei das Roamingangebot teuer. «Wer sein Smartphone im Ausland intensiv braucht, sollte nicht zu UPC Cablecom wechseln», so der Comparis-Experte. Ein weiterer Nachteil für Vielnutzer sei, dass es keine Flatrate gebe, sondern ein begrenztes Anrufkontingent.

Dazu kommt, dass vorerst nicht alle die neuen Abos abschliessen können. Sie sind bisherigen Kunden, die bereits Produkte von UPC Cablecom beziehen, vorbehalten.

Beyeler erwartet nicht, dass UPC Cablecom der bisherigen Marktführerin Swisscom im Mobilfunkmarkt gefährlich wird. Swisscom beherrscht derzeit rund 60 Prozent des Marktes. Die Schweizer seien relativ träge, wenn es darum gehe, das Mobilabo zu wechseln, begründet Beyeler seine Einschätzung.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch