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Nachträglicher Geldsegen

212 Millionen Franken zahlt Vale in der Schweiz Nachsteuern. Der brasilianische Rohstoffkonzern hatte 2006 Steuererleichterungen erhalten – und dabei die Versprechungen nicht eingehalten.

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Zahlt keine Gemeinde- und Kantonssteuern und erhielt Steuererleichterungen von 80 Prozent bei den direkten Bundessteuern: Der Sitz von Vale in Saint-Prex. (31. Mai 2012)
Zahlt keine Gemeinde- und Kantonssteuern und erhielt Steuererleichterungen von 80 Prozent bei den direkten Bundessteuern: Der Sitz von Vale in Saint-Prex. (31. Mai 2012)
Keystone

Die Eidgenössische Steuerverwaltung hatte Vale vorgeworfen, nicht alle Bedingungen für die gewährte Steuererleichterung zu erfüllen. Nun ist eine Nachsteuer von 212 Millionen Franken fällig.

Man werde die nachträglich geforderten Bundessteuern zwischen 2013 und 2015 bezahlen, schrieb das Unternehmen heute Mittwoch in einem Communiqué. Den Grund für den Konflikt mit der Bundesverwaltung sieht Vale in der unterschiedlichen Auslegung des für die Steuererleichterung «geltenden Zeitraums».

Grosse Steuerrabatte

Der Rohstoffkonzern hatte sich 2006 in Saint-Prex niedergelassen. Damals wurde das Unternehmen von den Gemeinde- und den Kantonssteuern befreit und erhielt Steuererleichterungen von 80 Prozent bei den direkten Bundessteuern.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hatte Anfang 2012 gegen dieses Steuerregime Beschwerde eingelegt. Aus Sicht der ESTV erfüllte es nicht alle Bedingungen, um von einer 80-prozentigen Steuerentlastung bei den Bundessteuern zu profitieren.

Weiterhin Steuerbefreiung für Vale

Bis Ende 2015 werde Vale auch weiterhin von Erleichterungen bei den Kantons- und Bundessteuern profitieren, schrieb das Unternehmen. Dies, weil Vale «vereinbarte Bedingungen bei der Beschäftigung, bei Investitionen in Immobilien und bei der Zusammenarbeit mit lokalen Universitäten» nun erfüllt habe.

So investierte Vale laut eigenen Angaben 7,3 Millionen Franken in die Kooperationsvereinbarung mit der ETH Lausanne und der IMD Business School und wird damit im Umfang von zwei Millionen fortfahren.

Ausserdem beschäftige man in Saint-Prex aktuell 91 Angestellte – verpflichtet habe man sich für mindestens 70, hiess es weiter. Auf der Investitionsseite sei mit 50 Millionen Franken «13-mal mehr Geld in Immobilien investiert» worden als mit den Behörden vereinbart.

(SDA)

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