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Nächster milliardenschwerer Bankverkauf in den USA

Die Royal Bank of Canada verkauft für rund 3,5 Milliarden Dollar ihr US-Privatkundengeschäft. Der Finanzkonzern PNC hat damit auf einen Schlag 2870 Filialen in den USA.

Ist künftig im US-Privatkundengeschäft nicht mehr präsent: Royal Bank of Canada.
Ist künftig im US-Privatkundengeschäft nicht mehr präsent: Royal Bank of Canada.
AFP

Schon wieder wechselt eine grössere Bank in den Vereinigten Staaten ihren Besitzer. Der örtliche Finanzkonzern PNC kauft der Royal Bank of Canada (RBC) für 3,45 Milliarden Dollar ihr US-Privatkundengeschäft ab.

Mit der Übernahme stosse PNC tiefer in den Südosten des Landes vor, begründete PNC-Chef James Rohr in Pittsburgh die Übernahme. Die Royal Bank of Canada besitzt 424 Filialen in North und South Carolina, Florida, Alabama, Georgia und Virginia.

PNC wird nach der Übernahme insgesamt 2870 Standorte haben und damit nach eigenen Angaben das fünftgrösste Filialnetz des Landes betreiben. Bis zum März kommenden Jahres soll das Geschäft über die Bühne gehen.

Zweiter grosser Verkauf binnen weniger Tage

Es ist der zweite milliardenschwere Bankverkauf binnen weniger Tage. In der vergangenen Woche hatte Capital One dem niederländischen Finanzkonzern ING dessen US-Direktbank-Tochter für 9 Milliarden Dollar abgekauft.

Sowohl PNC als auch Capital One gehören zur zweiten Reihe der grossen US-Banken. Sie sind ausserhalb der Grenzen kaum bekannt, aber im heimischen Privatkundengeschäft stark.

Seit der Finanzkrise schrumpft die Zahl der US-Banken drastisch. Hunderte mittlere und kleinere Institute sind pleitegegangen und wurden zumeist von Rivalen übernommen. Auch landesweit vertretene Banken verloren ihre Eigenständigkeit. So kam die grösste US-Sparkasse Washington Mutual unter dem Dach des Branchenriesen JP Morgan Chase unter, Wachovia ging in Wells Fargo auf.

(SDA)

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