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Nervige Werbeanrufe vor dem Aus

Kampf gegen lästige Callcenter: Swisscom, Sunrise und UPC Cablecom wollen störende Werbeanrufe künftig blockieren.

Manchmal kommen die Anrufe sogar spät am Abend: Ein Mitarbeiter eines Callcenters. (Symbolbild)
Manchmal kommen die Anrufe sogar spät am Abend: Ein Mitarbeiter eines Callcenters. (Symbolbild)
Keystone

Beschwerdenauswertungen des Konsumentenschutzes zeigen: Kaum etwas ärgert Schweizer mehr als Anrufe zu Werbezwecken. Im Kampf gegen die unerwünschten Anrufe können die Konsumentenschützer nun einen Erfolg verbuchen. Die Telecomfirmen Sunrise, Swisscom und UPC Cablecom wollen eine Lösung gegen die störenden Werbeaktionen suchen, wie «20 Minuten» berichtet. Das ist das Ergebnis eines runden Tisches, den die Stiftung für Konsumentenschutz zusammen mit ihren Partnern der Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen (FRC, ACSI) im vergangenen Jahr initiierte.

Salt zieht nicht mit

Je nach Anbieter sollen Kunden bereits Ende 2016 von einem Werbeanruf-Filter profitieren können, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Der Filter soll nicht nur im Festnetz, sondern auch im Mobilfunknetz funktionieren. Am runden Tisch hatten nebst den Konsumentenschützern Vertreter des Bundesamts für Kommunikation (Bakom), des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), der Unternehmen Salt, Sunrise, Swisscom, UPC Cablecom und VTX teilgenommen. Auch Callnet.ch, der Callcenter-Branchenverband, war beteiligt.

Swisscom wird wohl Ende 2016, UPC Cablecom Mitte 2017 eine Lösung anbieten können. Bei Sunrise geht man davon aus, dass die Einführung eines Werbefilters mehr als ein Jahr in Anspruch nehmen wird. Salt hat sich anscheinend gegen die Einführung eines Werbefilters entschieden.

Experte ist skeptisch

«Ein solcher Filter kann technisch leicht umgangen werden. Findige Callcenter werden sich innert Kürze andere Rufnummern zulegen», sagt Telecom-Experte Ralf Beyeler. Das sei einerseits durch das Programmieren der eigenen Telefonanlage möglich, andererseits könnten sich Callcenter auf dem Markt unverdächtige Rufnummern kaufen.

Übernommen und bearbeitet von «20 Minuten»

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