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Nestlé und die Botox-Strategie

Der Schweizer Konzern stellt längst nicht mehr nur Glace, Schokolade und Babymilch her. Er ist nun auch die Nummer zwei im Geschäft mit Anti-Falten-Spritzen.

Vom Nebengeschäft zum Standbein: Eine Frau erhält eine Botox-Behandlung.
Vom Nebengeschäft zum Standbein: Eine Frau erhält eine Botox-Behandlung.
Reuters

4 Millionen Botox-Spritzen wurden im Jahr 2012 allein in Amerika gesetzt, in der Schweiz waren es laut Schätzungen etwa 200'000. Ein lukrativer Markt – das hat auch der Lebensmittelkonzern Nestlé erkannt.

Laut einem Bericht der «NZZ am Sonntag» ist er schon länger in der Hautheilkunde aktiv. Bisher war dies aber nur ein Nebengeschäft. Jetzt wird es unter dem Namen Nestlé Skin Health mit gezielten Aquisitionen zu einem neuen Standbein des Konzerns ausgebaut. Nestlé hat dazu laut dem Bericht für 1,4 Milliarden Dollar die Rechte am Vertrieb von Botox- und Hyaluronsäure-Wirkstoffen von der amerikanischen Firma Valeant Pharmaceuticals gekauft.

Weg von der Massenware, hin zu Exklusivität

«Nestlé Skin Health hat das Potenzial, zur nächsten Nespresso zu werden», sagt Jean-Philippe Bertschy, Finanzanalyst der Bank Vontobel. Denn Hautmittel werfen längst mehr Gewinn ab als Esswaren. Die US-Investmentbank Morgan Stanley erwartet, dass Galderma bis 2014 rund einen Zehntel des Konzerngewinns erwirtschaften wird.

Die Expansion in die Schönheitsindustrie ist Teil einer neuen Strategie. Firmenchef Paul Bulcke möchte Nestlé wegbewegen von Massenware wie Suppenwürfel und Schokoriegeln hin zu exklusiven Produkten mit grösserer Marge. In den nächsten zehn Jahren will der Konzern deshalb 500 Millionen Dollar in die Forschung in den Bereichen Gesundheit und Schönheit investieren.

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