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Nestlés Abwehr gegen Shitstorms

Vor einigen Jahren war der Foodkonzern Opfer eines Social-Media-Angriffs von Greenpeace. Heute kooperiert Nestlé mit Google und Facebook – und kopiert Strategien wie jene von Greenpeace.

Den eigenen Ruf im Blick: Ein internationales Team verfolgt in Vevey, was auf Social-Media-Plattformen über die einzelnen Nestlé-Marken veröffentlicht wird.
Den eigenen Ruf im Blick: Ein internationales Team verfolgt in Vevey, was auf Social-Media-Plattformen über die einzelnen Nestlé-Marken veröffentlicht wird.
Denis Balibouse, Reuters

Neueste Multimedia-Technologie prägt den Raum: 15 grosse Flatscreens hängen an den Wänden, 15 Arbeitsplätze mit je zwei Computern und Bildschirmen stehen zur Verfügung. Ein Flatscreen zeigt die wichtigsten Nestlé-Marken, als Kreise abgebildet. Kit Kat, Maggi, Nescafé, Buitoni, San Pellegrino oder Perrier werden im Sekundentakt von kleinen Pfeilen bombardiert. Jeder Pfeil steht für die Erwähnung einer Marke auf irgendeiner Social-Media-Plattform irgendwo auf der Welt. Ist der Kreis um die Marke grün, sind die Kommentare insgesamt positiv, ist er blau, sind sie neutral – ist er rot, hat Nestlé ein Problem. Ist das Problem akut, steht nebenan ein Fernsehstudio bereit, damit Nestlé die Kritik nicht anonym, sondern mit einem relevanten Gesicht kontern kann.

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