Netflix gewinnt im letzten Quartal sieben Millionen neue Kunden

Die Aktien des Internet-Filmdienstes Netflix haben dank den guten Quartalszahlen deutlich zugelegt.

Netflix gewinnt dank Eigenproduktionen Millionen neue Streaming-Kunden: Still aus «Orange is the New Black».

Netflix gewinnt dank Eigenproduktionen Millionen neue Streaming-Kunden: Still aus «Orange is the New Black». Bild: Netflix/Keystone

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Mit teuren Eigenproduktionen hat Netflix mehr neue Kunden angelockt als von Experten erwartet worden war. In den Monaten Juli bis September gewann der Internet-Filmdienst sieben Millionen neue Streaming-Kunden.

Dies teilte der US-Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Diese Entwicklung war ein Mehrzuwachs von etwa 1,8 Millionen von Analysten vorhergesagt worden war. Damit hat das Filmportal weltweit 137 Millionen Kunden. Die Zahlen überzeugten auch die Anleger, die sich im vorangegangenen Quartal noch enttäuscht gezeigt hatten: Im nachbörslichen Handel stieg die Netflix-Aktie um 14 Prozent.

Der Nettogewinn kletterte im dritten Quartal auf 402,8 Millionen Dollar nach 129,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag mit vier Milliarden Dollar im Rahmen der Expertenerwartungen.

Neue Staffeln

Netflix investiert in diesem Jahr mehr als acht Milliarden Dollar in Fernsehserien und Filme, um Kunden anzulocken. Im dritten Quartal bot die Firma die bisher grösste Auswahl an Eigenproduktionen an. Dazu zählen neuen Staffeln von «Orange is the New Black» und «BoJack Horseman».

Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit 1,8 Millionen Neukunden in den USA und 7,6 Millionen Neu-Abonnenten in anderen Ländern. Im zweiten Quartal hatte Netflix die Markterwartungen bei Neukunden verfehlt, woraufhin die Aktie eingebrochen war.

Um das rasante Wachstum bei Shows und Spielfilmen zu bezahlen, hat Netflix sich Geld besorgen müssen. In weniger als drei Jahren gab das Unternehmen Anleihen im Nettoumfang von 7,5 Milliarden Dollar aus. Dies könnte Experten zufolge zu einem Problem werden. Ausserdem sieht sich Netflix der Konkurrenz finanzstarker Unternehmen wie Amazon ausgesetzt. Zudem planen Walt Disney und AT&T für das kommende Jahr eigene Streaming-Dienste. (chk/sda)

Erstellt: 17.10.2018, 05:06 Uhr

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