Zum Hauptinhalt springen

Neue Hypo-Regeln: Was sich nun ändert

Amortisieren in 15 statt 20 Jahren: Ab September gelten schärfere Regeln bei der Hypothekenvergabe. So wirkt sich das auf einen Kaufpreis von einer Million aus.

Immobilienkäufer müssen in Zukunft ein höheres Einkommen ausweisen. Foto: TA-Archiv
Immobilienkäufer müssen in Zukunft ein höheres Einkommen ausweisen. Foto: TA-Archiv

Auf Druck der Behörden haben die Schweizer Banken die Selbstregulierung im Hypothekargeschäft im Juni erneut verschärft. Am Mittwoch hat die Finanzmarktaufsicht (Finma) die Anpassungen genehmigt. Sie treten bereits am 1. September in Kraft. Und das sind die wichtigsten Änderungen:

  • Die Anpassungen gelten wie bereits die Verschärfung vom Sommer 2012 ausschliesslich für das Neugeschäft. Auf bestehenden Hypotheken und bei Verlängerungen finden sie keine Anwendung. Für bestehende Schuldner gilt weiterhin die Amortisa­tionsfrist von 20 Jahren oder die bis Mitte 2012 gültige ungeschriebene Regel, dass die Zweithypothek, das heisst jene, die zwei Drittel übersteigt, bis zum Zeitpunkt der ordentlichen Pensionierung zurückbezahlt werden soll.
  • Zweiteinkommen sind bei der Tragbarkeit nur noch anrechenbar, sofern eine Solidarschuldnerschaft besteht. Bei verheirateten Paaren und eingetragenen Partnerschaften ist eine solche Solidarschuldnerschaft in der Regel gegeben, ausser im Fall von Gütertrennungen. Konkubinatspaare müssen sie mit einem Vertrag belegen.
  • Der Bundesrat gab am Mittwoch bekannt, dass er vorerst keine Notwendigkeit sehe, mit weiteren Regulierungsschritten die Nachfrage nach Hypotheken zu dämpfen. Anlass zur Entwarnung gebe es jedoch nicht. Die Ungleichgewichte im Hypothekar- und Immobilienmarkt hätten sich weiter vergrössert. «Die Zunahme der Hypothekarkredite und der Immobilienpreise hat sich zwar etwas abgeschwächt, der Anstieg ist aber nach wie vor stärker als jener der Einkommen.» Sollten sich die Ungleichgewichte auf den Kreditmärkten erneut verschärfen, will der Bundesrat Ende Jahr über zusätzlich Massnahmen entscheiden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.