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Neun Rappen weniger für die Milchbauern

Der neue Verein Schweizer Milch will den Bauern ab Januar weniger für jeden Liter Milch bezahlen. Das sei nötig, um im bald geöffneten Markt zu bestehen.

Im Verein Schweizer Milch VSM sind die grossen Verarbeiter wie Emmi oder Elsa sowie Milchproduzenten vertreten. Jetzt empfiehlt der Vorstand, dass die Milchbauern ab 1. Januar neun Rappen pro Liter Milch weniger erhalten.

Eine Reduktion sei nötig, um die internationale Konkurrenzfähigkeit von Schweizer Milchprodukten herzustellen, teilt der Verein mit. Er will «drohenden Marktanteilsverlusten» im Heimmarkt und im Export entgegen wirken.

VSM will ein neues Preismodell

Eine weitere Überprüfung müsse dann erfolgen, wenn die Auswirkungen der Liberalisierung abschliessend bekannt seien. Spätestens auf den 1. Mai nächsten Jahres will der VSM ein neues Marktmodell und einen Richtpreisindex einführen.

Der VSM wurde Anfang November gegründet und vertritt nach eigenen Angaben rund zwei Drittel der Milchproduzenten und 90 Prozent der Verarbeiter. Im Unterschied zum VSM setzt der Verband Schweizer Milchproduzenten (SMP), in dem sich die Bauern zusammengeschlossen haben, auf einen Milchstützungsfonds. Noch im Sommer hatte der SMP mit einem Milchstreik in weiten Teilen des Landes gegen den Zerfall der Produzentenpreise demonstriert.

AP/oku

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