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«Niemand braucht sich Sorgen zu machen»

UBS-Chef Marcel Rohner räumt ein, dass das Vertrauen in die Grossbank stark angekratzt sei. Dank der staatlichen Hilfe könne die UBS aber wieder positiv in die Zukunft schauen. VR-Präsident Peter Kurer spricht von einer langfristigen Stabilisierungsmassnahme.

Das Geschäft der UBS in der Schweiz leidet: Proportional gesehen sei der Abfluss an Kundengeldern in der Schweiz «mit Abstand» am grössten, sagte UBS-Chef Marcel Rohner gegenüber Schweizer Radio DRS. Das Vertrauen in die Bank sei «stark angekratzt», sagte Rohner in einem Gespräch mit der Tageschau des Schweizer Fernsehens SF. Dieses gelte es wieder zurückzugewinnen. Nach der Einigung mit Bund und Nationalbank sei die Bank nun aber in einer sicheren Position, von der aus sie sehr positiv in die Zukunft schauen könne, sagte Rohner.

«Die Probleme sind gelöst, niemand braucht sich Sorgen zu machen». Die UBS habe die Risiken substanziell angegangen. «Jetzt sind wir am Schluss angelangt», bekräftigte der UBS-Chef.

Die Gefahr, dass der Schweizer Steuerzahler wegen den staatlichen Hilfsmassnahmen zur Kasse geboten werde, erachte die UBS-Führung als klein, sagte Rohner weiter. «Es kann durchaus so sein, dass am Schluss noch etwas übrig bleibt.»

Langfristige Stabilisierungsmassnahme

Auch UBS-Verwaltungsratspräsident Peter Kurer verbreitete Optimismus. Die staatliche Hilfe sei eine langfristige Stabilisierungsmassnahme für die UBS, sagte Kurer in einem Gespräch mit dem Nachrichtenmagazin «10vor10» des Schweizer Fernsehens. Die Politik habe Weitsicht bewiesen. Nach den Turbulenzen an den Finanzmärkten in den letzten zwei Wochen sei die Unterstützung des Bunds notwendig geworden. Allein im dritten Quartal seien insgesamt 80 Milliarden Franken von der UBS-Gruppe abgeflossen.

Kurer bekräftigte, dass die UBS inzwischen auf gutem Weg sei und dass 2009 ein profitables Jahr sein werde. Dieses Jahr wird Kurer keinen Bonus beziehen, wie er im Fernsehinterview weiter sagte. Das Grundsalär von Kurer beträgt rund zwei Millionen Franken.

SDA/vin

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