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Nissan-Affäre: So wurde aus dem Schützling ein Königsmörder

Um die japanische Firma zu schützen, handelte Nissan-Chef Saikawa ganz unjapanisch: Er liess seinen Ziehvater observieren.

«Das ist kein Putsch gegen Ghosn, und man sollte so auch nicht denken»: Nissan-Chef Hiroto Saikawa.
«Das ist kein Putsch gegen Ghosn, und man sollte so auch nicht denken»: Nissan-Chef Hiroto Saikawa.
Issei Kato, Reuters

«Ich fühle grosse Enttäuschung, Frustration und Verzweiflung, Empörung und Groll.» So unverblümt legte Nissan-Chef Saikawa nachts um halb elf Uhr vor Hunderten Journalisten in der Konzernzentrale von Nissan in Yokohama seine Emotionen offen. Ghosn war sein Förderer und Mentor, ihm verdankt der 65-Jährige seinen Aufstieg über zwei Jahrzehnte an die Spitze von Japans zweitgrösstem Autobauer. Vor zwei Jahren wurde Saikawa Co-Chef, seit April 2017 regiert er Nissan allein. Dennoch hat der Japaner die Rebellion gegen den Palastherrscher Ghosn angeführt.

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