Notenstein-Chef Künzi muss gehen

Die Raiffeisen-Tochter wechselt ihre Führungsspitze aus. Nachfolger von Adrian Künzi wird der bisherige Finanzchef Patrick Fürer.

Rauswurf kam nicht überraschend: Beobachter hatten bereits mit einer Ablösung von Adrian Künzi gerechnet. (Archivbild)

Rauswurf kam nicht überraschend: Beobachter hatten bereits mit einer Ablösung von Adrian Künzi gerechnet. (Archivbild) Bild: Christian Beutler/Keystone

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Bei der Privatbank Notenstein La Roche kommt es zu einem Chefwechsel. Nach sechs Jahren verlässt der bisherige Chef Adrian Künzi das Unternehmen. Sein Nachfolger wird der bisherige Finanzchef Patrick Fürer.

Er übernimmt das Amt per 23. Oktober 2017, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. «Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat ist man zur Ansicht gelangt, dass man für die Zukunft die Führung in neue Hände legen wird», hiess es im Communiqué.

Künzis Rauswurf war von Beobachtern seit längeren erwartet worden. Denn die von ihm geführte Privatbank Notenstein La Roche hat trotz millionenschwerer Zukäufe nie die Erwartungen des Eigentümers Raiffeisen erfüllt.

Raiffeisens verfehlter Einstieg ins Private Banking

Notenstein war aus der untergegangenen Privatbank Wegelin hervorgegangen. In Notenstein hatte Wegelin das Geschäft ausgelagert, das keinen Bezug zu US-Kunden hat. Raiffeisen hat im Zuge der Ausgründung der Notenstein im Jahr 2012 die Privatbank gekauft mit dem Ziel, die Einnahme-Basis zu verbreitern und die Abhängigkeit vom Hypothekar-Geschäft zu verringern.

Doch der Einstieg ins Private Banking hat nie die erhoffte Ertrags-Diversifikation gebracht. Im ersten Halbjahr steuerte Notenstein La Roche gerade einmal 25 Millionen Franken zum Halbjahres-Gewinn der Raiffeisen-Gruppe von 434 Millionen Franken bei.

Der neue Chef war vor seinem Eintritt bei Notenstein La Roche Leiter der Privatbank Morgan Stanley Schweiz. Fürers Funktion als Finanzchef übernimmt interimistisch Silvio Hutterli. (ali/ij/sda)

Erstellt: 12.10.2017, 08:52 Uhr

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