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Novartis und der Milliardenpoker

16 Milliarden Dollar schwer ist der US-Generikahersteller Actavis mit internationalem Sitz in Zug. Nun scheint sich ein Bieterrennen zu entwickeln. Dabei fällt auch der Namen von Novartis.

Setzen die Basler zum grossen Schlag an? Novartis-Hauptsitz am Rheinknie.
Setzen die Basler zum grossen Schlag an? Novartis-Hauptsitz am Rheinknie.
Keystone

Der Pharmamarkt ist in Bewegung. Viele Multis verlieren den Patentschutz auf eigene Blockbuster, was sie um Milliarden an Umsatz bringt. Entweder man entwickelt neue Medikamente oder versucht durch Kopien (Generika) sein Glück. Die Basler Novartis ist auf beiden Ebenen tätig. Im Generikamarkt mit der Tochter Sandoz. Doch auch in diesem Segment sinken die Margen, weshalb verschiedene Player durch Vergrösserung des Geschäfts eine Senkung der Kosten erreichen wollen.

Das ist der Hintergrund, vor dem sich nun ein neuer Übernahmekampf im Generikamarkt abzeichnet. Begehrtes Ziel ist die US-Firma Actavis, welche ihren internationalen Sitz in Zug hat. Actavis wird derzeit an der Börse mit rund 16 Milliarden Dollar bewertet. Der Trend des Aktienkurses zeigt allerdings steil nach oben.

Mehrere Player aktiv

Actavis, die rund drei Viertel ihres Umsatzes mit Generika erzielt, wurde bereits von zwei anderen Pharmafirmen ins Visier genommen. Wie das «Wall Street Journal» (Artikel nur im Bezahlbereich zugänglich) unter Berufung auf informierte Kreise schreibt, soll Actavis sich aber ablehnend geäussert haben. Actavis selber soll gleichzeitig an der Übernahme einer Konkurrentin arbeiten – auch dies mit offenem Ausgang. Laut dem US-Wirtschaftsblatt soll nun auch Novartis an Actavis interessiert sein. Die Medienstelle des Basler Pharmamultis lässt dazu verlauten: «Wir haben kein Kaufinteresse an Actavis.»

Die Basler sind mit Tochter Sandoz die Nummer zwei im weltweiten Pharmamarkt. Umsatzstärker ist nur noch die israelische Teva. Die heutige Actavis selber ist aus dem Zusammenschluss der US-Firma Watson und der früheren Actavis entstanden.

Novartis rund zehnmal grösser

Actavis meldete für 2012 einen Umsatz von 5,9 Milliarden Dollar. Weltweit verfügt das Unternehmen über 30 Produktions- und 19 Forschungsstätten. Zum Vergleich: Novartis erzielt einen Jahresumsatz von rund 60 Milliarden Dollar. Im Gegensatz zum potenziellen Übernahmekandidaten Actavis verliert die Novartis-Aktie heute an der Schweizer Börse – und zwar stärker als der Gesamtmarkt.

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